Lapp

Inka Krischke,

Dezentral im Einsatz

Premiere auf der SPS: Lapp bringt erstmals Remote-I/O-Geräte auf den Markt, die die IO-Link-Technologie unterstützen. Damit rundet der Anbieter für integrierte Lösungen in der Kabel- und Verbindungstechnologie sein Portfolio im Bereich der industriellen Kommunikation weiter ab.

Mit den Remote-I/O-Geräten ermöglicht Lapp die bidirektionale Kommunikation bis zur Feldebene. © Lapp

Mit den neuen Remote-I/O-Geräten schließt Lapp nach eigenen Angaben eine Lücke in der Automatisierungspyramide. Die aktiven Komponenten eignen sich für den dezentralen Einsatz, also außerhalb des Schaltschranks. Zudem reduzieren die Remote-I/O-Geräte den Verdrahtungsaufwand.

„Zusammen mit unseren M12 Kabelkonfektionen, Sensor-Aktor-Konfektionen und Ethernet-Patchkabeln bilden die neuen Remote-I/O-Geräte eine perfekte Gesamtlösung für verkettete Anlagen“, erklärt Jürgen Greger, Produktmanager Industrial Communication bei Lapp. Mit den Remote-I/O-Geräten ermöglicht das Unternehmen die bidirektionale Kommunikation bis zur Feldebene. Zum neuen Portfolio zählen die IO-Link Master ‚Unitronic Access MP08 IOL‘ und ‚Unitronic Access SP08 IOL‘ sowie der IO-Link Hub ‚Unitroni Access HUB08 IOL‘ mit weltweit standardisierter IO-Link-Technologie. Damit können digitale Sensoren und Aktoren komfortabel in das IO-Link-Netzwerk eingebunden werden. Zudem erlaubt IO-Link eine erweiterte Diagnose von Sensoren und Aktoren und erleichtert die Inbetriebnahme und den Austausch von IO-Link-Geräten dank Plug & Play.

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Eine Besonderheit ist laut Hersteller die große Bandbreite an Funktionen und Protokollmöglichkeiten: Die IO-Link Master (Singleprotokoll), der IO-Link Master (Multiprotokoll) und der IO-Link Hub unterstützen IO-Link. Die Varianten Singleprotokoll und Multiprotokoll stehen artikelabhängig für die Industrial Ethernet-Protokolle Profinet, Ethernet/IP, Ethercat, Modbus TCP und CC-Link IE zur Verfügung. Die Einstellung des jeweiligen Protokolls erfolgt über einen Drehcodierschalter. Die Konfiguration des IO-Link Masters und des digitalen Moduls erfolgt über ein Web Interface. Der IO-Link Hub wird mit Hilfe des IO-Link Masters eingerichtet. Für die IO-Link-Kommunikation können sowohl geschirmte als auch ungeschirmte Standardleitungen verwendet werden. Die maximale Länge beträgt 20 m.

Jürgen Greger bilanziert: „Im Vergleich zur Ethernet-Kommunikation ist IO-Link kostengünstiger und einfacher zu integrieren. Außerdem werden unsere Remote-I/O-Geräte in Deutschland produziert. Dadurch ist Qualität Made in Germany garantiert.“ Eine typische Anwendungsmöglichkeit für die Remote-I/O-Geräte sind Förderstrecken in der Intralogistik. Damit die kilometerlangen Förderanlagen reibungslos funktionieren, sind zahlreiche Sensoren und Aktoren notwendig, um Ware schnell und sicher zu transportieren. Ohne Remote-I/O-Geräte wäre die Verkabelung der Feldebene aufwendig, teuer und fehleranfällig.


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