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Artikel und Hintergründe zum Thema

Turck

Meinrad Happacher,

Mehr Invest in Software-Know-how

Die Konjunktur hinterlässt ihre Spuren: Im Vergleich zum Vorjahr erwartet Turck für das Geschäftsjahr 2019 einen Gesamtumsatz von rund 640 Mio. Euro und damit einen Rückgang von 3 %. Und dennoch gibt sich Geschäftsführer Christian Wolf optimistisch.

© Turck

Anlässlich der SPS ließ Christian Wolf die letzten 12 Monate Revue passieren: „Nachdem wir die letzten beiden Jahre jeweils mit einem zweistelligen Wachstum abschließen konnten – 15 % in 2017 und 10 % in 2018 – werden wir unsere gesteckten Ziele für 2019 nicht ganz erreichen. Bis dato unverändert ist die Zahl der Mitarbeiter. Sie liegt  nahezu unverändert bei 4650. An den vier deutschen Standorten in Mülheim an der Ruhr, Halver, Beierfeld und Detmold beschäftigt das Unternehmen rund 2170 Mitarbeiter.

Turck hat in den letzten zwölf Monaten weiter die globale Supply Chain optimiert. Wolf: „Mit einem neuen Produktionsstandort in Polen bedienen wir ab 2020 direkt den europäischen Markt und die Erweiterung unserer Produktion im chinesischen Tianjin steigert unsere Wettbewerbsfähigkeit in Asien.“ Als einen weiteren Schritt auf dem Weg zur ‚Digital Automation Company‘ sieht der Geschäftsführer die nun bekanntgegebene Minderheitsbeteilung am Duisburger Radarspezialisten Asinco. Turck will sich damit nicht nur die F&E-Kompetenz zu messenden Radarsensoren sichern, sondern auch die Expertise im Softwarebereich, was vor allem für künftige Projekte im Bereich Smart Sensors relevant ist. Insbesondere vom Know-how in der Regelungs- und Steuerungstechnik, in  Künstlicher Intelligenz und Firmware will Wolf profitieren. „Wir haben erneut in Software-Know-how investiert, nachdem bereits 2017 der RFID-Turnkey-Lösungspartner Vilant Systems übernommen und im Folgejahr der Technology Buy-out der Cloud-Software vom IoT-Spezialisten Beck IPC umgesetzt wurde.“

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Mit dem managebaren Switch in IP67-Ausführung peilt Turck neben den Produktionsstraßen der Automobil­industrie die Intralogistik sowie den Landmaschinen-Markt an.

© Turck

Unter dem Banner einer Digital Automation Company soll Turck zum Systemanbieter in IP67-Nischen werden. Auf der Messe gab es deshalb auch entsprechende Produkte zu sehen. Neu ist zum Beispiel der ‚10 Port Managed Switch‘ in Schutzart IP67. Mit dem robusten TBEN-L-SE-M2 lassen sich dank höchster Datenraten bis 1 Gbit/s etwa Kamera-Applikationen deutlich beschleunigen. Die Highspeed-Link-up-Funktion unterstützt schnelle Werkzeugwechsel in unter 150 ms für minimale Taktzeiten in Roboteranwendungen. Durch die dezentrale Montagemöglichkeit direkt im Feld reduziert der Switch zudem den Verdrahtungsaufwand zwischen Schaltschrank und Ethernet-Teilnehmern an der Maschine. Der managebare Switch bietet Funktionen zur sicheren und effizienten Organisation von Industrial-Ethernet-Netzwerken. So schützt die integrierte Firewall bidirektional vor unbefugten Zugriffen und erhöht die Sicherheit im IIoT.

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