VDMA-Studie

Andrea Gillhuber,

Cyberresilienz steigt, Herausforderungen bleiben

Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau haben ihre Cyberresilienz verbessert, doch Cyberangriffe verursachen weiterhin erhebliche wirtschaftliche Schäden. Insbesondere kleinere Unternehmen müssen aber weiter gezielt unterstützt werden. 

Nach 2013 und 2019 hat der VDMA mit Unterstützung des Fraunhofer AISEC im Jahr 2025 eine erneute Befragung zur Industrial Security des Maschinen- und Anlagenbaus durchgeführt. Deren Ergebnisse wurden nun in der Studie „Industrial Security“ veröffentlicht. Laut der Studie hat die Zahl der Cyberangriffe seit 2019 zugenommen. Dennoch berichten nur noch 55 % der Unternehmen von negativen Auswirkungen durch Sicherheitsvorfälle – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2019. Produktionsausfälle (29 %) und Kapitalschäden (32 %) bleiben die häufigsten Folgen. Sicherheitskritische Vorfälle mit Gefahren für Menschen oder die Umwelt gab es in den letzten zwei Jahren nicht.

Social Engineering als größte Bedrohung

Erstmals sind Social Engineering und Phishing die größten Cyber-Bedrohungen für Unternehmen, gefolgt von menschlichem Fehlverhalten und Sabotage. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, neben technischen Sicherheitsmaßnahmen verstärkt in die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden zu investieren.

Regulatorische Anforderungen und Herausforderungen für KMU

Neue gesetzliche Vorgaben wie der Cyber Resilience Act (CRA) und die NIS2-Richtlinie betreffen zwei Drittel der Unternehmen direkt. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind häufig nicht ausreichend darauf vorbereitet: 30 % wissen nicht, ob sie betroffen sind. Hier besteht ein hoher Informations- und Unterstützungsbedarf.

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Eigene Security-Kompetenz wächst

Immer mehr Unternehmen setzen auf internes Security-Management: 88 % der Befragten beschäftigen eigenes Sicherheitspersonal, während nur noch 12 % externe Dienstleister nutzen. Besonders im Produktionsbereich gibt es Fortschritte – 61 % der Unternehmen haben mittlerweile ein Risikomanagement etabliert, ein Anstieg gegenüber 41 % im Jahr 2019. Dennoch bleibt weiterhin Handlungsbedarf, vor allem bei kleineren Unternehmen.

Branchenverbände als zentrale Anlaufstelle

Laut der Studie wenden sich Unternehmen zunehmend an Branchenverbände wie den VDMA, um sich über Sicherheitsstrategien und regulatorische Anforderungen zu informieren. 85 % der Befragten sehen den VDMA als wichtigste Anlaufstelle für praxisnahe Leitfäden, Schulungen und Netzwerkmöglichkeiten zur Verbesserung der Cyberresilienz.

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