SoftwareOne
Technologietrends 2025
Das Jahr 2024 erlebte den Übergang von KI-Experimenten zur alltäglichen Anwendung, doch 2025 bringt eine noch größere Herausforderung: die Balance zwischen rasanter Innovation und robuster Sicherheit. Ravi Bindra, CISO bei SoftwareOne, stellt vier zentrale Trends heraus, die den Technologiesektor im Jahr 2025 seiner Ansicht nach maßgeblich prägen werden.
Unternehmen sind zunehmend nicht mehr in der Lage, angemessene Governance-Strukturen und Sicherheitsprotokolle zu implementieren, die mit der Entwicklungsgeschwindigkeit neuer Technologien mithalten können. Dies schafft eine Dynamik, in der Chancen und Risiken eng miteinander verwoben sind. Unternehmen sehen sich gezwungen, schnell zu handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben, während sie gleichzeitig die Integrität ihrer Systeme und Daten wahren müssen.
Ravi Bindra benennt vier zentrale Trends, die den Technologiesektor im Jahr 2025 maßgeblich prägen werden:
- KI als zweischneidiges Schwert in der Cybersicherheit
Die rasante Entwicklung von KI-Technologien stelle die Cybersicherheit vor große Herausforderungen. Aktuelle Daten des Digitalverbands Bitkom beziffern den Schaden durch digitale Angriffe im Zeitraum August 2023 bis August 2025 auf 266,6 Mrd. Euro – ein Anstieg von 29 % im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt sind 81 % aller deutschen Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs geworden. KI-basierte Cyberlösungen ermöglichen eine schnellere und effizientere Erkennung von Bedrohungen. Andererseits nutzen auch Cyberkriminelle zunehmend KI-gestützte Angriffsmethoden. Unternehmen müssen ihre Sicherheitsstrategien in dem Maße weiterentwickeln, wie sich die Bedrohungslandschaft verändert. - Das Quantencomputing-Dilemma
Die Entwicklung des Quantencomputings schreite schneller voran als erwartet und stelle die aktuelle Kryptographie vor existenzielle Herausforderungen. Nationalstaaten und andere Bedrohungsakteure nutzen bereits Strategien wie ‚Jetzt speichern, später knacken‘, um sensible Daten zu sammeln, die sie in Zukunft entschlüsseln können. Unternehmen müssen jetzt handeln, um ihre Daten für eine Zukunft zu rüsten, in der Quantencomputer gängige Verschlüsselungsmethoden obsolet machen könnten. Cloud-Anbieter müssen in den kommenden Jahren schon Post-Quantum-Dienste anbieten können, um sicherzustellen, dass sensible Informationen auch in einer Ära des Quantencomputings geschützt bleiben. Die Geschwindigkeit, mit der quantenresistente Lösungen entwickelt und implementiert werden, werde entscheidend sein. - Die Evolution der CISO-Rolle
Die Rolle des Chief Information Security Officer (CISO) wandele sich rasant. CISOs seien heute strategische Partner in der C-Suite und verantwortlich für die Cybersicherheitsresilienz ihres Unternehmens. Angesichts der zunehmenden Cyberkriminalität müssen CISOs ihre taktischen Aufgaben mit strategischen Zielen verknüpfen. Zudem werden regulatorische Anforderungen wie die der Securities and Exchange Commission (SEC) zusätzliche Verantwortung mit sich bringen. Die Herausforderung bestehe darin, operative Sicherheitsanforderungen mit umfassenden Berichterstattungspflichten zu balancieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass Investitionen in Sicherheitslösungen effektiv sind. - Mitarbeiterschulung als Schlüssel zur Risikominimierung
Auch die kontinuierliche und effektive Schulung des Personals werde zu einem kritischen Faktor. Mitarbeiter experimentieren häufig mit nicht genehmigten GenAI-Tools und könnten versehentlich sensible Unternehmensdaten gefährden. Um diesen Risiken zu begegnen, benötigen Unternehmen einen strukturierten Ansatz zur sicheren Integration von KI. Dies umfasse klare Richtlinien zur akzeptierten Nutzung von KI sowie regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter über ihre Rolle bei der Sicherung von Unternehmensdaten.
SoftwareOne ist ein IT-Reseller sowie Anbieter von IT-Lösungen und -Services. Die Services zielen darauf ab, den Return on Investment der IT-Ausgaben zu beschleunigen, die Implementierung und den Support zu vereinfachen sowie die Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern. Zusätzlich wird die Einführung von Software as a Service (SaaS), Cloud-Diensten und KI-Lösungen beschleunigt. Mit rund 9.300 Mitarbeitern und einer Präsenz in über 60 Ländern bietet das Unternehmen ein Portfolio von 7.500 Software-Marken an. SoftwareOne hat seinen Hauptsitz in der Schweiz.










