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Artikel und Hintergründe zum Thema

Cybersicherheitsvorfälle

Günter Herkommer,

Mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen betroffen!

54 % der Industrieunternehmen hatten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einen Cybersicherheitsvorfall zu beklagen – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Kaspersky Lab und Business Advantage.

Für die Studie wurden zwischen Februar und April 2017 weltweit 359 Cybersicherheitsverantwortliche aus der Industrie befragt.

© Kaspersky Lab

Ungeachtet der Tatsache, dass im Jahr 2016 bei mehr als der Hälfte der Industrieunternehmen mindestens ein Cybersicherheitsvorfall aufgetreten ist, gehen 83 % der Befragten davon aus, dass ihre Industriesysteme gut gegen Cybersicherheitsvorfälle gerüstet sind. Die Kosten für industrielle Organisationen aufgrund ineffektiver Cybersicherheit belaufen sich Kaspersky zufolge durchschnittlich auf 497.000 US-Dollar pro Jahr.

Die größten Sorgen im Hinblick auf Cybergefahren der Befragten sind:

  • 56 %: Sicherheitsvorfälle verursacht durch konventionelle Malware- oder Computerviren
  • 44 %: Gefahren ausgehend von Drittanbietern (beispielsweise über Lieferkette) oder Partnern
  • 41 %: Sabotage oder physische Schäden durch externe Akteure
  • 33 %: Ransomware-Attacken
  • 32 %: Prozent: zielgerichtete Angriffe

Diese Vorfälle sind tatsächlich aufgetreten

Sieht man sich die von den Befragten tatsächlich im vergangenen Jahr erlebten Cybersicherheitsvorfälle an, ergibt sich das folgende Bild:

  • 53 %: Sicherheitsvorfall verursacht durch konventionelle Malware- oder Computerviren
  • 36 %: zielgerichtete Angriffe
  • 29 %: Mitarbeiterfehler oder unbeabsichtigter Fehler
  • 26 %: Gefahren ausgehend von Drittanbietern (beispielsweise über Lieferkette) oder Partnern
  • 24 %: Ransomware-Attacken
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Cybersicherheit – die Herausforderungen für die Industrie

86 % der Befragten verfügen über eine überprüfte und dokumentierte Cybersicherheitsrichtlinie zum Schutz vor potenziellen Gefahren. Allerdings fehlt es den befragten Industrieunternehmen an interner und externer IT-Sicherheitsexpertise, um Gefahren von außen sowie von innen entsprechend entgegentreten zu können. Die Studienteilnehmer sehen dementsprechend fünf große Herausforderungen bezüglich der Cybersicherheit für ICS-Systeme:

  • 50 %: Einstellung von Fachkräften für Cybersicherheit im ICS-Bereich
  • 48 %: vertrauenswürdigen Partner zur Implementierung einer ICS-Cybersicherheitslösung finden
  • 43 %: Zunehmende Vernetzung mit Unternehmens-IT
  • 39 %: Mangel an Sicherheitsbewusstsein unter verantwortlichen Mitarbeitern
  • 35 %: Komplexität der ICS-Umgebung/Industrienetzwerks

Die Mehrheit der befragten Unternehmen setzen laut der Kaspersky-Studie nicht mehr auf den zuvor oftmals üblichen Air-Gap-Ansatz, sondern auf umfassende Cybersicherheitslösungen. Auch planen 42 % der Befragten in den kommenden zwölf Monaten Entdeckungs-Tools für Anomalien im industriellen Bereich zu implementieren sowie Sicherheitsbewusstseins-Trainings für die Mitarbeiter umzusetzen.  Entdeckungstechnologien für industrielle Anomalien sind besonders wichtig, da jedes zweite befragte ICS-Unternehmen zugab, dass Drittanbieter Zugang zu industriellen Kontrollnetzwerken haben.

Die komplette Studie ist online abrufbar.

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