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Artikel und Hintergründe zum Thema

SSV auf der SPS 2022

Meinrad Happacher,

IoT-Bausteine nach Cybersecurity-Norm

Die Entwicklung einer industriellen IoT-Anwendung ist auf Grund der Gesamtkomplexität nach wie vor eine große Herausforderung. Ein adaptives Bausteinkonzept für industrielle IoT-Anwendungen kann den Entwicklungsprozess beschleunigen und Security nach IEC 62443 gewährleisten.

© SSV Software Systems

Eine schnelle Time-to-Market hilft nicht wirklich, wenn die quantifizierbaren Vorteile fehlen und die Cybersecurity nicht schon in der Planungsphase berücksichtigt wurde. Essentiell ist aus der Sicht von SSV daher eine solide Planung sowie eine DevOps-Prozesskette mit einem Entwicklungsprozess, der den gesamten Lebenszyklus der Anwendung umfasst.

Als Hilfestellung hinsichtlich dieser Anforderungen zeigt SSV auf der SPS ein adaptives Bausteinkonzept für industrielle IoT-Anwendungen. Der zentrale Funktionsbaustein ist eine Hardware-agnostische Firmware für Edge-Gateways. Sie hat einen anpassbaren Funktionsumfang und lässt sich sowohl auf verschiedenen Embedded-Plattformen als auch in Docker-Containern einsetzen. Für die Sensorik stehen die Bausteine des SFS-Baukastens (Smart Factory-Sensor) im Zusammenspiel mit dem SSB-Protokoll (Secure Sensor Beacon) zur Verfügung. KI-Funktionen werden per TensorFlow und TinyML in die Firmware integriert. In Bezug auf die Cybersecurity sind verschiedene Sicherheitsstufen möglich, die sich an der Richtlinie IEC 62443-4-1 orientieren.

Der virtuelle IoT-Serviceassistent

Als praktisches Anwendungsszenario zeigt das Unternehmen auf der Messe einen virtuellen IoT-Serviceassistenten für Maschinen und Anlagen, der unter anderem eine hochqualifizierte Online-Hilfe im Störungsfall ermöglicht. In dieser Beispielanwendung liefern verschiedene Maschinenkomponenten und Sensoren diverse Betriebsdaten ereignisgesteuert an einen digitalen Zwilling. Damit lässt sich der aktuelle Gesamtzustand beispielsweise über eine Webseite jederzeit visualisieren. Direkt an der Maschine werden außerdem periodisch BLE-Beacons mit Zustandsinformationen verschickt, die per Smartphone-App vor Ort empfangen und dem Benutzer angezeigt werden können. Die App erzeugt des Weiteren automatische Anfragen an einen Cloudservice, der nach einer Datenanalyse werthaltige kontextbezogene Nutzerhinweise, etwa Wartungsinformationen, an das Smartphone zurückschickt.

Die Bausteine werden von SSV im Rahmen einer Lizenzvereinbarung für industrielle IoT-Projekte weitergegeben. Dazu gehört auch ein individuelles Angebot an Unterstützungsleistungen zur Implementierung und zum Test aller Funktionen, dem Praxiseinsatz sowie den damit verbundenen Lebenszyklusphasen. Gerade diese Unterstützungsleistung ist CEO Klaus-Dieter Walter besonders wichtig, denn »der Einsatz geeigneter Methoden, um mögliche Cybergefahren für Automatisierungsbaugruppen zu identifizieren und zu gewichten, nach geeigneten Gegenmaßnahmen zu suchen, umzusetzen und zu testen, sollte sich nicht nur auf Planungs-, Entwicklungs- und Projektierungsphasen beschränken. Sinnvoll ist die methodische Begleitung des gesamten Lebenszyklus mit einer entsprechenden Anwenderunterstützung bis zur finalen Außerbetriebnahme und der fachgerechten Entsorgung. Schließlich sollte eine Komponente mit der im Flash gespeicherten Firmware plus den X.509-Sicherheitszertifikaten nicht so ohne weiteres im Elektroschrott landen.«

SPS 2022: Halle 6, Stand 150G

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