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Artikel und Hintergründe zum Thema

Deepfake-Anrufe clever kontern

Alexandra Hose,

„Welche Farbe hat unser Auto?"

In Zeiten hastiger WhatsApp-Nachrichten und Emojis sind Telefonate mit den Liebsten selten geworden. Umso schöner ein unerwarteter Anruf – doch Vorsicht: Betrüger nutzen KI, um Stimmen täuschend echt nachzuahmen. Spamschutz-Experte Thomas Wrobel von Clever Dialer erklärt, wie man Deepfake-Anrufe erkennt und sich schützt.

© stock.adobe.com/irissca

Dank moderner KI-Technologie lassen sich Stimmen in Sekundenschnelle klonen. Alles, was Trickbetrüger brauchen, sind kurze Sprachaufnahmen – zum Beispiel aus Sprachnachrichten oder Social-Media-Videos. Die resultierende Fälschung ist oft verblüffend echt. Doch es gibt Hinweise, die auf einen KI-Fake hindeuten.

Woran erkennt man einen Deepfake-Anruf?

  • Unnatürliche Pausen: Da KI-Modelle Sprache oft segmentiert generieren, können Gespräche stockend oder abgehackt wirken.
  • Falsche Sprachmelodie: Künstlich generierte Stimmen klingen manchmal monoton oder betonen Sätze seltsam.
  • Fehlende Hintergrundgeräusche: Ein echter Anruf aus dem Auto oder der Stadt hat Umgebungsgeräusche – eine digitale Imitation ist oft zu sauber.
  • Unpassende Antworten: KI-basierte Betrugsversuche funktionieren meist nach Skripten. Unerwartete Fragen können sie aus dem Konzept bringen.
  • Was passiert bei Unterbrechung? Menschen reagieren spontan, Deepfakes oft mit Verzögerung oder gar nicht, wenn der Angerufene nachhakt.
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So laufen Deepfake-Anrufe ab

Typischerweise geben sich Anrufer als Verwandte oder Bekannte aus und bitten um Geld oder vertrauliche Informationen. Besonders perfide: Manchmal simulieren sie sogar Notlagen, um Druck aufzubauen. Die Betroffenen sind oft so überrumpelt, dass sie kaum Zeit zum Nachdenken haben.

Wie schützt man sich vor Deepfake-Betrug?

  • Rückfragen stellen: Unerwartete Fragen wie „Welche Farbe hat unser Auto?“ bringen KI-Stimmen oft ins Stocken.
  • Das Gespräch unterbrechen und zurückrufen: Am besten die bekannte Nummer der betroffenen Person wählen. Geht diese nicht sofort ran, hilft für eine schnelle Überprüfung unbekannter Rufnummern auch eine Rückwärtssuche, um sich zusätzlich abzusichern.
  • Keine sensiblen Daten am Telefon preisgeben: Kontodaten oder Codes sollten niemals telefonisch weitergegeben werden.
  • Spamschutz-Apps nutzen: Sie helfen, bekannte Betrugsnummern zu erkennen und zu blockieren.
Thomas Wrobel (Mitte) und sein Team von Clever Dialer © Clever Dialer

Wer unsicher ist, sollte das Gespräch abbrechen, einen Rückruf über eine offizielle Nummer tätigen und verdächtige Anrufe der Verbraucherzentrale oder Bundesnetzagentur melden. Noch besser: Auf dem Laufenden bleiben, sich mit anderen Nutzern austauschen, denn je mehr Menschen über die neuesten Telefon-Scams Bescheid wissen, desto schwieriger haben es Trickbetrüger.

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