Sophos X-Ops
Anstieg von Phishing-Attacken mit SVG-Dateien festgestellt
Seit Januar 2025 verzeichnet das Sicherheitsteam von Sophos X-Ops einen deutlichen Anstieg von Malware- und Phishing-Angriffen, die über SVG-Grafikdateien verbreitet werden.
Cyberkriminelle nutzen das SVG-Format, um Schutzmechanismen zu umgehen und Schadcode unbemerkt in Computersysteme einzuschleusen. SVG-Dateien, die als skalierbare Vektorgrafiken weit verbreitet sind, enthalten neben Bildinformationen auch XML-Code. Diese Eigenschaft ermöglicht es Angreifern, Schadcode direkt in die Dateien einzubetten, der beim Öffnen im Hintergrund ausgeführt wird. Dadurch können klassische Erkennungsmechanismen umgangen werden. Die Sicherheitsexperten von Sophos X-Ops beobachten diese Angriffsstrategie seit 2024 verstärkt.
„Dass Cyberkriminelle das SVG-Dateiformat für ihre Angriffe nutzen, wissen wir, und wir haben unsere Schutzlösungen entsprechend angepasst. Besonders problematisch ist, dass der Anwendende keine sichtbaren Hinweise auf eine Bedrohung erhält, da die Angriffe im Hintergrund ablaufen. Deshalb müssen Erkennungsmethoden, insbesondere KI-gestützte Technologien, verstärkt darauf trainiert werden, ungewöhnliche Aktivitäten zu identifizieren“, erklärt Michael Veit, Cybersecurity-Experte bei Sophos.
Zunehmend raffinierte Angriffe
Laut Sophos X-Ops entwickeln sich die Angriffsmethoden stetig weiter. Neben technisch verbesserten Angriffstechniken wurden auch gezielt lokalisierte Phishing-Seiten entdeckt, die in der jeweiligen Landessprache der Opfer gestaltet sind. Dies erhöht die Glaubwürdigkeit der Angriffe und erschwert deren Erkennung.










