Autonome Transportfahrzeuge
Von der Werkshalle in die "freie Wildbahn"
Als Teil eines Konsortiums unter Führung des AIT Austrian Institute of Technology arbeitet der FTS-Anbieter DS Automotion in einem zweijährigen Forschungsprojekt daran, das fahrerlose Transportfahrzeug 'Sally' in öffentliche Räume zu entlassen.
Ein autonom fahrender persönlicher Assistent könnte Fußgänger entlasten und so den Anreiz für bewegungsaktive Mobilitätsformen erhöhen.
© Nikolaus Korab DesignIn Werkshallen gibt es sie schon: Fahrzeuge, die ihre Fracht ohne Fahrer von A nach B bringen. Ein Beispiel hierfür ist das Transportfahrzeug ‘Sally’ von DS Automotion. Seit Herbst 2016 forscht das Linzer Unternehmen nun als Teil eines Konsortiums mit Unterstützung von bmvit und FFG an Technologien für autonome Fahrzeuge zur Entlastung von Personen, die ihre Besorgungen zu Fuß erledigen. „Im Gegensatz zur wohldefinierten Einsatzumgebung in industriellen Produktionsstätten müssen dabei äußere Einflüsse berücksichtigt werden, die sich kaum vorausberechnen lassen“, weiß Dr. Andreas Richtsfeld, Technologie- und Produktentwicklung bei DS Automotion.
Das bereits abgeschlossene Vorläuferprojekt ‘TransitBuddy’ habe den noch offenen Forschungsbedarf vor allem bezüglich des autonomen Fahrens unter Menschen aufgezeigt. Deshalb hat sich DS Automotion einem Konsortium unter Führung des AIT Austrian Institute of Technology angeschlossen, das diese Problemstellungen erforschen und klären soll. Als weitere Mitglieder bringen das Institute of Computer-aided Automation der TU Wien, Blue Danube Robotics und die bkm design working group ihre speziellen Kompetenzen in die Forschungsgemeinschaft ein.
In dem bis Herbst 2018 laufenden Projekt sollen zunächst zielgruppenspezifische Nutzungsmotive und –barrieren sowie das Bewegungsverhalten von Personen bei ihrer Interaktion mit autonomen Fahrzeugen untersucht werden. Dynamische 3D-Physiksimulationen und die Ausstattung der Transportplattform mit einer „künstlichen Haut“ für die Navigation mit physischem Kontakt sollen die Entwicklung von Bewegungsstrategien unterstützen. Wesentlicher Teil des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines für die Mensch-Roboter-Interaktion geeigneten Transportgutträgers ‚Sally‘ sowie dessen Implementierung und Erprobung in realer Umgebung.














