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Artikel und Hintergründe zum Thema

Schneider Electric

Inka Krischke,

Materialfluss mit mobiler Robotik automatisiert

Schneider Electric hat im Werk im polnischen Bukowno einen ‚MiR500‘ von Mobile Industrial Robots implementiert. Der autonome Roboter transportiert dort autonom fertige Produkte zwischen Lager und Produktion.

© Schneider Electric

Der autonome Roboter von Mobile Mobile Industrial Robots (MIR) befördert Paletten mit bis zu 400 kg an Gütern zwischen Produktion und Lager. Dadurch optimiert er die interne Logistik, reduziert Transportkosten und erhöht die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter. Er arbeitet rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb und fährt acht verschiedene Routen ab, die durchschnittlich 140 m lang sind. Während einer Schicht legt der Roboter so zwischen 5,5 und 6 km zurück. »Der mobile Roboter transportiert zwei Lagen von Gütern auf einer Palette auf einmal. Das erlaubt uns, bei einer Fahrt mehr Material zu befördern«, erklärt Agnieszka Należnik-Jurek, Managerin der Technik-Abteilung bei Schneider Electric. »Dadurch benötigen wir zugleich weniger Paletten und sparen Kosten.« Vor diesem Hintergrund rechnet das Unternehmen mit einer schnellen Amortisierung.

Mithilfe des Aufsatzmoduls ‚MiR Pallet Lift‘ kann der Roboter Paletten von der Vorrichtung ‚MiR Pallet Rack‘ eigenständig aufnehmen und abladen. Nachdem ein Lagermitarbeiter ihm einen Auftrag erteilt hat, nimmt der mobile Roboter eine leere Palette aus dem Lager und bringt sie zur Produktionslinie. Dort legt er sie auf einem ‚Pallet Rack‘ ab, nimmt eine volle Palette mit fertigen Produkten auf und fährt damit zurück ins Lager. Wartet dort kein neuer Auftrag auf ihn, fährt er automatisch zur Ladestation.

Der Roboter ist mit dem WLAN des Werks verbunden und übermittelt seine Position. So können die Mitarbeiter den Weg der Paletten jederzeit nachverfolgen. Im werkseigenen Andon-System sind die Informationen über alle Aufträge und Missionen des Roboters verfügbar.

Dank zwei 360°-Laserscannern, zwei 3D-Kameras sowie acht Näherungssensoren hat der Roboter seine Umgebung stets im Blick und kann sich frei darin bewegen. Im Gegensatz zum früher eingesetzten FTS erkennt er Menschen, Maschinen und andere Objekte in seiner Umgebung zuverlässig und reagiert je nach Situation, indem er bremst oder ausweicht.

Die zuvor genutzte FTS-Spur ließ keine spontanen Veränderungen zu. Jedes Mal musste der gesamte Prozess neu konfiguriert werden. Der MiR-Roboter hingegen kommt dank seiner Sensorik und Software ohne Spurführung aus und lässt sich so flexibel an veränderte Prozesse anpassen.

Mit Licht- und Ton-Signalen erhöht der Roboter die Arbeitssicherheit zusätzlich: Bevor er in einen Raum mit Menschen fährt, kündigt er sich mit einem akustischen Signal an. Erst nachdem er eine vorprogrammierte Zeit gewartet hat, fährt er hinein. Darüber hinaus ist er mit einem blauen Licht ausgestattet – eine obligatorische Kennzeichnung für fahrende Maschinen bei Schneider Electric.

 

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