Roboter
Kuka will Produktion in China verdoppeln
Das von Chinesen übernommene Augsburger Hightech-Unternehmen Kuka will seine Roboterproduktion in Schanghai verdoppeln. Das kündigte Vorstandschef Till Reuter am 27. Oktober 2017 bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten an.
“China ist der größte Markt”, sagte Till Reuter. Im Jahr 2020 würden dort nach einer Prognose bereits 40 % aller Industrieroboter verkauft werden. Die Expansion in China soll nicht zu Lasten der deutschen Produktion am Heimatstandort Augsburg gehen.
Kuka war im vergangenen Jahr von Midea übernommen worden, einem südchinesischen Hersteller von Hausgeräten und Klimaanlagen. Kukas Hauptgeschäft ist neben der Herstellung von Industrierobotern auch die Automatisierung von Industrieanlagen. Doch in diesem Bereich gibt es Probleme. Nach Rekordaufträgen im vergangenen Jahr hat die Sparte Schwierigkeiten, die Aufträge pünktlich abzuarbeiten. Bei mehreren Projekten kam es zu teuren Verzögerungen - der Vorsteuergewinn schrumpfte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 % auf 6,3 Mio. Euro. Im September 2017 hatte der Vorstand bereits die zwei Geschäftsführer der Sparte ausgetauscht, Reuter sprach von einem “Neustart”.
Ansonsten laufen die Kuka-Geschäfte in diesem Jahr erwartungsgemäß. das Unternehmen rechnet mit einem kräftigen Umsatzwachstum von 12 % auf 3,3 Mrd. Euro. Die Neuaufträge legten in den ersten neun Monaten um 5,8 % auf knapp 2,8 Mrd. Euro zu.










