Robotik

Günter Herkommer,

Kuka: die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2012

Als Ergebnis der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation übertraf der Kuka-Konzern im Geschäftsjahr 2012 die Kennzahlen des Vorjahres deutlich. Dies geht aus den jetzt vorgelegten, vorläufigen Geschäftszahlen hervor.

© Kuka

Die vorläufigen Auftragseingänge erreichten im abgeschlossenen Jahr einen Rekordwert von knapp 1.89 Mrd. Euro; dies ist ein Plus von 21,7 % gegenüber dem Vorjahr (1,55 Mrd. Euro). Dabei profitierten beide Geschäftsbereiche nach Aussage von Kuka-Chef Dr. Till Reuter vor allem im ersten Halbjahr 2012 von Großaufträgen aus der internationalen Automobilindustrie.

Im Geschäftsbereich Robotics waren dies insbesondere umfangreiche Abrufe aus Rahmenverträgen mit europäischen Fahrzeugherstellern und deutliche Zuwachsraten in China. Dadurch erzielte der Geschäftsbereich im Berichtsjahr insgesamt Auftragseingänge in Höhe von 803,1 Mio. Euro; ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (654,4 Mio. Euro) um 22,7 %. Der Auftragseingang im Bereich General Industry erreichte dabei mit 294,9 Mio. Euro einen neuen Spitzenwert. Im Anlagengeschäft lief es ähnlich gut. Hier konnte der Geschäftsbereich Systems seine Auftragseingänge auf 1.115,1 Mio. EUR erhöhen. Damit wurde der Vorjahreswert (916,6 Mio. Euro) um 21,7 % übertroffen.

Die vorläufigen Umsatzerlöse des Konzerns steigerten sich nahezu parallel zur Entwicklung der Auftragseingänge und erreichten im Gesamtjahr 2012 einen Wert von knapp 1.74 Mrd. Euro; dies ist ein Plus von 21,1% gegenüber dem Vorjahr (1.43 Mrd. Euro). Dabei erzielte der Geschäftsbereich Robotics Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 742,6 Mio. Euro; ein Plus von 20,5 % gegenüber Vorjahr (616,3 Mio. Euro). Der Geschäftsbereich Systems verbuchte Umsatzerlöse in Höhe von 1.025,3 Mio. Euro; ein Plus von 20,5 % (2011: 850,7 Mio. Euro).

Der vorläufige Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 2012 einen Wert von 909,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres bedeutete dies einen Anstieg um 25,6 % (31.12.2011: 724,0 Mio. Euro). Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 248,7 Mio. Euro (+34,9 %), Systems über 666,1 Mio. Euro (+22,2 %).

Nicht zuletzt stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im abgelaufenen Geschäftsjahr überproportional zur Umsatzentwicklung, und zwar auf 109,8 Mio. Euro (2011: 72,6 Mio. Euro). Der Geschäftsbereich Robotics trug dazu mit 80,2 Mio. Euro (2011: 51,0 Mio. Euro), der Geschäftsbereich Systems mit 47,7 Mio. Euro (2011: 33,7 Mio. Euro).

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Produktionskapazitäten werden ausgebaut

Infolge der hohen Auslastung der Produktion und der erwarteten starken Nachfrage in den nächsten Jahren erweitert Kuka aktuell seine Kapazitäten für Roboter in Augsburg sowie Ungarn (Schaltschränke) und baut derzeit ein neues Werk zur Robotermontage im Wachstumspool China auf. Hierfür wurde am 12. Oktober 2012 in der Metropole Shanghai der Grundstein gelegt. Das neue Werk erhält eine Produktionsfläche von knapp 20.000 Quadratmetern und soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 seinen Betrieb aufnehmen. Insgesamt wird Kuka dann über eine Montagekapazität von rund 25.000 Robotern im Jahr verfügen, was einer Steigerung von nahezu 50 % entspricht.

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