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Artikel und Hintergründe zum Thema

Robotik erobert den Healthcare-Bereich

Alexandra Hose,

Automatisierung in der Logistik schreitet voran

Imrox, Systemintegrator für Robotik-Lösungen, prognostiziert die Entwicklungen für das kommende Jahr im Bereich der Logistik in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen. Aus Projekterfahrungen, Messebeobachtungen und Gesprächen mit Entscheidern hat das Unternehmen vier zentrale Trends für das Jahr 2026 herausgearbeitet.

Moderne autonome mobile Roboter meistern die Navigation in komplexer Architektur mit verwinkelten Fluren und heterogenen Aufzugssystemen problemlos und machen so Bestandsbauten autonom logistikfähig. © stock.adobe.com/kuchina

Trend 1: Wenig automatisierte Klinik-Umgebungen als Chance

Entgegen früherer Annahmen eignen sich auch Bestandskliniken mit geringer Automatisierung gut für den Einstieg in die Robotik. Flexible Prozesse und moderne autonome mobile Roboter ermöglichen eine zuverlässige Navigation selbst in komplexen Gebäudestrukturen und machen bestehende Kliniken autonom logistikfähig.

Trend 2: Chirurgische Robotik wird Breitenstandard und zieht Infrastruktur nach

Robotische Assistenzsysteme entfalten ihr Potenzial nur mit zuverlässiger Just-in-Time-Logistik. Verdichtete OP-Programme erhöhen den Druck auf sterile, rückverfolgbare Lieferketten, da logistische Verzögerungen zu Verspätungen und wirtschaftlichen Risiken führen. Autonome Mobile Roboter (AMR) können diese Engpässe deutlich reduzieren, OP-Starts stabilisieren und die Wirtschaftlichkeit moderner OP-Zentren sichern. Ab 2026 rückt daher eine enge Verzahnung von Planung, Logistik und Klinik-Management in den Fokus.

Trend 3: Einstieg über Reinigungs- und Desinfektionsroboter

Viele Kliniken starten Robotik mit Reinigungs- und Desinfektionsrobotern, da diese schnell integrierbar sind und rasch sichtbare Effekte in Hygiene und Flächenverfügbarkeit liefern. Transparente Nachweise sorgen für hohe Akzeptanz und einen klaren Proof-of-Value. Gleichzeitig sammeln Häuser wichtige Betriebserfahrung, die später den Einsatz von Logistikrobotern erleichtert und weitere Automatisierungsschritte vorbereitet.

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Trend 4: Skalierung über RaaS-Modelle

Robotic-as-a-Service (RaaS) ermöglicht ab 2026 die Skalierung von Robotik ohne hohe Anfangsinvestitionen. Planbare monatliche Kosten, kurze Testlaufzeiten und vertraglich geregelter Service senken Risiken und entlasten die IT. So lassen sich unterschiedliche Logistik-Use-Cases modular erproben und schrittweise zu einem skalierbaren Gesamtkonzept ausbauen.

Ausblick 2026: Von Einzelprojekten zur strategischen Robotik-Roadmap

Martin Daller, Geschäftsführer von Imrox: „Der demografische Wandel zwingt Gesundheits-Einrichtungen dazu, ihre Logistik und Infrastruktur neu zu denken und das Personal konsequent von pflegefremden Tätigkeiten zu befreien.“ © Imrox

„2026 wird das Jahr, in dem Robotik in vielen Häusern von der Einzelinitiative zur strategischen Roadmap wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Technik bereit ist und sich auch in älteren Gebäuden sofort rentiert. Wer jetzt mutig startet, schafft Entlastung für die Mitarbeitenden, verbessert die Versorgung der Patientinnen und Patienten und stärkt gleichzeitig die wirtschaftliche Basis seines Hauses", sagt Martin Daller, Geschäftsführer von  Imrox. 

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