Service-Robotik
Experten-Treff für Service-Roboter
Zum sechsten Mal in Folge hat Schunk Ende Februar die "Expert Days on Service Robotics" als Kommunikationsplattform für angewandte Servicerobotik veranstaltet. Referenten von Bosch, Kuka, ABB, BMW und Pilz informierten über aktuelle Entwicklungen der Servicerobotik.
16 Referenten und 89 Besucher aus aller Welt trafen sich zwei Tage lang am Greifsystem-Standort von Schunk in Brackenheim-Hausen, um sich über aktuelle und geplante Projekte in der Servicerobotik auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten zu beleuchten.
Die Servicerobotik ist zu einem vielversprechenden Markt avanciert, heißt es nicht nur von Veranstalter-Seite. In den F&E-Abteilungen vieler Unternehmen wird mittlerweile intensiv an industriellen Lösungen gearbeitet, und auch der europäische Branchenverband EUnited Robotics wird die Servicerobotik künftig in einer eigenen Arbeitsgruppe begleiten. Zudem soll eine eigens vom Verband gegründete Vereinigung - die „euRobotics aisbl“ - für eine intensive wirtschaftliche Vernetzung der Robotik-Community mit Politik, Wirtschaft und Universitäten sorgen.
Bereits heute ist eine große Zahl ausgereifter Komponenten für die Servicerobotik am Markt erhältlich, es fehlen aber weiterhin Systemintegratoren, die Greifsysteme, Roboterarme, mobile Plattformen, Sensoren, Mapping- und Sicherheitssysteme zu gleichermaßen wirkungsvollen wie wirtschaftlichen Lösungen kombinieren. Wichtig für den Erfolg der Servicerobotik seien eine einfache, intuitive Bedienung, eine inhärente Sicherheit und ein möglichst hoher Grad der autonomen Mobilität.
Ein Beispiel für Innovationen in Sachen Service-Robotik ist die 5-Fingerhand von Schunk, deren Konzeptstudie weiter optimiert wurde: So ist bei der neuesten Version der anthropomorphen Greifhand die Elektronik komplett in die Handwurzel integriert, was besonders kompakte Lösungen ermöglicht. Über definierte Schnittstellen lässt sich die Greifhand mit am Markt vorhandenen Leichtbauarmen verbinden. Für den Einsatz in mobilen Anwendungen ist die Energieversorgung der 5-Fingerhand auf batteriegerechte 24 V(DC) ausgelegt.
In der ersten Version lässt sich die Hand über einen seriellen Bus ansteuern. Es gibt sie sowohl als linke als auch als rechte Ausführung. In Größe, Form und Beweglichkeit gleicht sie Herstellerangaben zufolge verblüffend ihrem menschlichen Vorbild. Mithilfe von insgesamt neun Antrieben können ihre fünf Finger unterschiedlichste Greifoperationen ausführen. Zudem lassen sich zahlreiche Gesten darstellen, wodurch eine visuelle Kommunikation zwischen Mensch und Serviceroboter erleichtert und die Akzeptanz für den Einsatz im menschlichen Umfeld erhöht wird. Der Einsatz taktiler Sensoren in den Fingern soll der Greifhand in Zukunft die nötige Feinfühligkeit verleihen, um auch in unstrukturierten und unvorhersehbaren Umgebungen Greif- und Manipulationsaufgaben zu bewältigen. Elastische Griffflächen gewährleisten einen zuverlässigen Halt gegriffener Objekte.
Die nächsten Expert Days on Service Robotics finden vom 26. bis 27. Februar 2014 statt.










