Additive Manufacturing

Meinrad Happacher,

Per Navigator zur additiven Fertigung

Vier führende Unternehmen der additiven Fertigung gründen jetzt die Initiative »Additive Manufacturing Industrialization Navigator« (AM I Navigator) um Anwender bei der Einführung von Additive Manufacturing zu unterstützen.

© Bild: Siemens

Die AM I Navigator Initiative wird auf der diesjährigen Formnext von den Unternehmen  Siemens, DyeMansion, BASF Forward AM, EOS und HP vorgestellt. Basis der Initiative ist ein ganzheitliches Reifegradmodell, das die Stufen der Industrialisierung in der AM-Industrie abbildet und die Interoperabilität in der additiven Fertigung erhöht. Das Modell definiert die Stufen des industriellen 3D-Drucks entlang der gesamten Prozesskette vom Material über die Maschine bis hin zur Automatisierung. Darüber hinaus hilft die Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses der verschiedenen Stufen AM-Anwendern, Wege zur Skalierung und Integration der additiven Fertigung in traditionelle Produktionsabläufe zu finden. 
Die Faktoren für die jeweiligen Unterstützungsstufen stammen aus unterschiedlichen Bereichen und umfassen mehr als nur die Produktion:

  • ein Strategie-Setup, das sich aus einer additiven Fertigungsstrategie, Anwendungen und Business Cases zusammensetzt
  • Organisationsstrukturen und kultureller Reifegrad der Mitarbeitenden 
  • Expertise, Automatisierung und Vernetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Konstruktion über die Produktion bis hin zu Qualität, Wartung und Service
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Mit dem Navigator zur richtigen Strategie

Der Status quo der additiven Fertigung kann analysiert werden, indem für jedes Unternehmen ein Reifegrad-Check durchgeführt wird. Dieser folgt der Struktur des AM I Navigator-Frameworks. Der Check ist ein strukturiertes Vorgehen, das den aktuellen Reifegrad der additiven Fertigung und das Verbesserungspotenzial für das jeweilige Unternehmen aufzeigt. Der Ansatz basiert auf den Erkenntnissen von der Siemens Digital Manufacturing Excellence.  
 Je nach Anwendungsfall und Geschäftsmodell benötigt ein Unternehmen einen unterschiedlichen Reifegrad in der additiven Fertigung. Mit dem Framework können AM-Anwender ihren aktuellen Status sowie ihr zukünftiges Ziel in fünf Stufen einordnen: von einer einfachen manuellen Fertigung bis hin zur vollautonomen additiven Fertigung. 
Auf Basis dieses strukturierten Vorgehens stehen detaillierte Handlungsempfehlungen zur Verfügung, wie die Produktion im jeweiligen Unternehmen weiterentwickelt werden kann. Dabei ist es besonders wichtig, dass die einzelnen Schritte in der Prozesskette aufeinander abgestimmt sind. Nur eine offene und interoperable additive Fertigung schafft einen Mehrwert für die gesamte Produktion. Geeignete Handlungsschritte führen zum jeweiligen gewünschten Zielzustand – je nach Anwendung und Reifegrad des Unternehmens. Die Ergebnisse des Checks werden dem jeweiligen Unternehmen zur Verfügung gestellt und können als Best Practices dienen, um ein detailliertes Bild der Entwicklung des industriellen 3D-Drucks zu vermitteln.

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