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Artikel und Hintergründe zum Thema

KI-gestützte Fertigungsplattform für den Mittelstand

Melanie Steinbeck,

Proalpha übernimmt spanischen MES-Anbieter Mapex

Die Proalpha Group, ein Anbieter von ERP- und Business Applications für mittelständische Unternehmen, übernimmt die spanische Mapex Manufacturing Software Solutions S.L.U. (Mapex). Mit der Akquisition erweitert Proalpha sein Lösungsportfolio um eine KI-gestützte Manufacturing Execution System (MES)-Plattform, die modulare Flexibilität bietet und eine integrierte Echtzeit-Datengrundlage für die Fabriksteuerung bereitstellt. Ziel ist die nachhaltige Steigerung von Gesamtanlageneffektivität (GAE) und Qualität.

Symbolbild © V & P Fotostudio/stock.adobe.com

Die Mapex-Lösungen werden in die Proalpha Digital Shopfloor- und ERP-Systeme integriert, bleiben jedoch weiterhin als eigenständiges MES-Angebot verfügbar – optimiert für die Nutzung mit Drittanbietersystemen. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen.

Mapex: KI-basiertes MES für komplexe Fertigungsprozesse

Gegründet 1999, beschäftigt Mapex rund 100 Mitarbeitende und betreut weltweit mehr als 50.000 Anwender. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Barcelona bietet eine modulare, skalierbare MES-Komplettlösung zur Steuerung komplexer Produktionsprozesse. Weltweit sind Mapex-Lösungen an mehr als 500 Fertigungsstandorten im Einsatz. Kunden stammen aus den Branchen Automotive, Luft- und Raumfahrt, Kunststoff, Verpackung, Metallverarbeitung sowie Lebensmittel und Getränke, darunter Maier, SMR (Motherson) und Camprofrío (Sigma Foods).

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Die Mapex MES-Plattform deckt zentrale Fertigungsprozesse in Echtzeit ab:

  • Produktionssteuerung und -planung
  • Qualitätskontrolle
  • Rückverfolgbarkeit (Traceability)
  • Wartungsmanagement (CMMS)

Die Basis bilden automatisierte Echtzeit-Daten von Maschinen und Arbeitsplätzen, die die Berechnung wichtiger KPIs ermöglichen:

  • Overall Equipment Effectiveness (OEE)
  • Mean Time Between Failures (MTBF)
  • Mean Time To Repair (MTTR)
  • Operative Ist-Kosten inklusive Material-, Energieverbrauch, Arbeitsaufwand und fehlerhafte Produkte

Ergänzt wird das System durch den KI-Assistenten „Maik“, der als Smart Factory Co-Pilot und Business Analyst Probleme erkennt, Daten interpretiert und Handlungsempfehlungen zur Produktivitätsoptimierung liefert. „Maik“ übernimmt zudem Aufgaben als:

  • Quality & Safety Checker: Überwachung von Etikettenkonsistenz und PSA-Nutzung per Bilderkennung
  • Smart Maintenance Assistant Bot: Vereinfachung von Wartungsinformationen und Dokumentenzugriff

Die Lösung ist laut Unternehmen nahtlos in ERP-Systeme integrierbar, um Geschäftsführung und Fertigungsbetrieb zu synchronisieren und die digitale Transformation zu beschleunigen.

Strategische Vorteile der Übernahme

„Mapex passt mit seiner KI-unterstützten MES-Plattform, die zusätzlich zur diskreten Fertigung auch für weitere, zentrale Branchen wie der Lebensmittel-, Getränke- oder der Chemieindustrie entwickelt wurde, hervorragend zu unseren Qualitäts- und Energiemanagement-Lösungen im Geschäftsbereich Digital Shopfloor", erklärt Christoph Kull, President Business Applications bei Proalpha. „Mit der Übernahme verschaffen wir uns zudem erstmals einen direkten Zugang zum spanischen Markt und damit zu einer der größten Volkswirtschaften in der Europäischen Union. Das bietet uns die Möglichkeit, diesen vielversprechenden Markt mit unserem breiten Lösungsportfolio entlang mittelständischer Wertschöpfung nachhaltig zu adressieren.“

David J. Jacq, CEO von Mapex, ergänzt: „Proalpha ist im deutschsprachigen Raum bestens positioniert. Das war für uns ein zentrales Argument, weshalb wir diese Übernahme als richtigen und wichtigen nächsten Schritt für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Lösungen einstufen. Bislang waren unsere Expansionsbemühungen in Märkte außerhalb unseres spanischen Heimatmarkts aufgrund eines limitierten Vertriebsnetzes nur schwer zu realisieren. Hier versprechen wir uns zukünftig große Synergien.“

„Mit Mapex haben wir eines der führenden Unternehmen auf dem spanischen Markt für moderne und hochflexible MES-Systeme übernehmen können" so Eric Verniaut, CEO der Proalpha Group. „Für unsere ERP-Kunden heißt das: Noch mehr Potential, um ihre Digitalisierung im Shopfloor weiter erfolgreich voranzutreiben. Die Übernahme des Marktführers unterstreicht auch, dass wir im Zuge unserer Internationalisierung der bewährten Best-of-breed-Strategie treu bleiben.“

Die Übernahme von Mapex stärke Proalpha in den Bereichen Digital Shopfloor, KI-gestützte Fertigungsoptimierung und internationale Expansion. Mittelständische Unternehmen profitieren künftig von einer integrierten MES- und ERP-Plattform, die Produktion, Qualität und Wartung in Echtzeit vernetzt.

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