Cloud-Computing
Die Wolke greift IT-Budgets ab
In einer Studie über Cloud-Computing hat VMware - Anbieter von Virtualisierungs- und Cloud-Infrastruktur-Lösungen - die Investitionsplanungen von IT-Entscheidern abgefragt: Rund ein Drittel des Budgets fließen demnach bis Ende 2013 in Aufbau und Erweiterung der Cloud-Aktivitäten.
Für die VMware-Studie wurden im Frühjahr 2012 über 1.100 IT-Entscheider in Unternehmen befragt. Demnach werden 31 Prozent der IT-Budgets in EMEA (Europa, mittlerer Osten und Afrika) für Cloud-Computing zur Verfügung gestellt. Heruntergebrochen auf Deutschland sind das immerhin noch 28 Prozent der Investitionen in den kommenden 18 Monaten. Unternehmen versuchen dadurch ein flexibleres und produktiveres IT-Umfeld zu schaffen. Fast alle der befragten Unternehmen in Deutschland (95 Prozent) räumen Cloud-Computing eine hohe Priorität ein, fast zwei Drittel (63 Prozent) halten es in den kommenden 18 Monaten sogar für die entscheidende beziehungsweise vorrangige Maßnahme. In der vorhergehenden Studie von 2010 lag der Cloud-Anteil an den Investitionen in EMEA mit 26 Prozent in etwa auf dem gleichen Niveau.
Von den Prozessen, die bereits in der Cloud abgewickelt werden, befinden sich noch die meisten (54 Prozent) in Private-Clouds. 28 Prozent nutzen Public-, 18 Prozent sogenannte Hybrid-Clouds. Die Virtualisierung der Rechner-Hardware wird von den Umfrageteilnehmern als Schlüssel-Technologie für Cloud-Computing angesehen: Für Unternehmen, die bereits Cloud-Computing einsetzen, ist die Virtualisierung wichtiger für die Umsetzung von Cloud-Strategien (81 Prozent) als für diejenigen, welche noch nicht Cloud-Dienste nutzen (68 Prozent).
Verpasst Deutschland den Cloud-Anschluss?
Trotz der vorherrschenden Auffassung, das Cloud-Computing einen agileren und flexibleren Ansatz für IT darstellt, liegen Unternehmen in Deutschland in einigen Bereichen bei der Einführung von Cloud-Management hinter dem weltweiten Durchschnitt: Beim Service-Level Management beträgt der Anteil deutscher Unternehmen 45 Prozent gegenüber 51 Prozent weltweit. Beim Thema Kostentransparenz und Finanzverwaltung fällt die Diskrepanz noch deutlicher aus (Deutschland: 31 Prozent, weltweit: 47 Prozent).
Zudem sind die Aspekte Datenkontrolle und Sicherheit immer Punkte, bei denen es Bedenken gibt: 41 Prozent der befragten Unternehmen in EMEA geben an, dass Sicherheitsaspekte wie der Datenschutz (52 Prozent) und der Verlust der Datenkontrolle (41 Prozent) die größten Hemmnisse für Cloud-Computing sind.
Diese Aussage untermauert eine Studie des Fraunhofer-Instituts für sichere Informationstechnologie, die verschiedene Anbieter von Cloud-Speichern getestet hat. Den Bedenken tragen die Anbieter inzwischen Rechnung: In einer Kooperation bieten die Firmen IPsoft und Wusys Cloud-Dienste an und garantieren, dass das Hosting der Daten in Deutschland den geltenden Datenschutzgesetzen entsprechen.












