zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Virtual Reality

Stefan Kuppinger,

BMBF verlängert Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt ViERforES II - Virtuelle und Erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme – erhält bis September 2013 weitere Fördergelder in Höhe von 5,8 Millionen Euro.

Simulation verfahrenstechnischer Anlagen im Rahmen von ViERforES: Durch eine Kombination von VR-Modell und Strömungssimulation können die Stoffströme in einer Anlage dargestellt und optimiert werden.

© Dirk Mahler/ Fraunhofer IFF

Macht eine vollautomatisierte Produktionsanlage, unter allen denkbaren Umständen stets genau das, was sie soll? Wo liegen die Risiken und wie lassen sich diese bereits bei der Konstruktion erkennen und beseitigen? Wie kann man langwierige Erprobungszeiten bei der Entwicklung vermeiden?

Antworten auf diese Fragen werden im Rahmen des Projekts ViERforES erarbeitet. Das Projekt hatte einen ursprünglichen Förderzeitraum bis 31. Dezember 2010. Die Bilanz der bisherigen Forschungsarbeiten in ViERforES ist ausgesprochen positiv. Deswegen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Arbeiten an den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen - dem Magdeburger Fraunhofer IFF, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie der Technischen Universität und dem Fraunhofer IESE in Kaiserslautern - mit weiteren 5,8 Millionen Euro bis Herbst 2013.

Ziel des Forschungskonsortiums ist, mit neuen Entwicklungskonzepten die Sicherheit und Zuverlässigkeit von technischen Geräten sowie von kompletten Prozessen, Maschinen, Anlagen zu verbessern. Dabei konzentrieren sich die Ingenieure vor allem auf die Simulation und den Test der Steuerungssoftware und Mikroprozessoren. Dafür nutzen die Forscher Technologien der virtuellen und erweiterten Realität. Im Gegensatz zur ersten Förderstufe sind erstmals auch Unternehmen in das Projekt involviert. Sie übertragen die Forschungsergebnisse im Rahmen eigenen Entwicklungsprojekte direkt in die Praxis.

Mit der anwendungsorientierten Entwicklung und Verknüpfung neuer Methoden und Techniken des Digital Engineerings betreten die Wissenschaftler regelmäßig Neuland. Die Anwendungsfelder sind entsprechend breit und liegen unter anderem in der Fahrzeugproduktion, der Medizintechnik oder der Entwicklung von Leitständen für Produktionsanlagen in der Chemie oder Energieerzeugung. Mit Hilfe der entwickelten Technologien lassen sich zum Beispiel kritische Systemzustände von Elektrobatterien im Labor realistisch simulieren und testen.

Das Projekt gehört zu den BMBF-Pilotprojekten im Programm „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“. Die Führung des Konsortiums liegt beim Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung IFF in Magdeburg.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Engineering

Virtuelle Inbetriebnahme einfach gehalten

Mit der Komplexität einer Anlage steigt der Aufwand für die Qualitätssicherung im Engineering. Abhilfe verspricht die virtuelle Inbetriebnahme. Allerdings müssen Aufwand und Nutzen einer Anlagensimulation in einem positiven Verhältnis stehen. Von...

mehr...
Anzeige
Anzeige

Sensorik

Eintauchen in virtuelle Welten

3D-Welten wirken heute noch oft statisch. Mit einem neuen Sensorsystem, das die Kopfbewegung des Nutzers aufnimmt soll sich das jetzt ändern. Ein Prototyp ist auf der IFA 2010 zu sehen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Aktoren / Antriebe

Künstlicher Muskel wird elastisch

Als ressourcenschonende Alternative zu Elektromotoren oder hydraulischen Antrieben gelten dielektrische Elastomer-Aktoren, so genannte künstliche Muskeln. Forschern des Fraunhofer IWS in Dresden ist es nun gelungen, die Metall beschichteten Flächen...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren