Virtual Reality
BMBF verlängert Forschungsprojekt
Das Forschungsprojekt ViERforES II - Virtuelle und Erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme – erhält bis September 2013 weitere Fördergelder in Höhe von 5,8 Millionen Euro.
Macht eine vollautomatisierte Produktionsanlage, unter allen denkbaren Umständen stets genau das, was sie soll? Wo liegen die Risiken und wie lassen sich diese bereits bei der Konstruktion erkennen und beseitigen? Wie kann man langwierige Erprobungszeiten bei der Entwicklung vermeiden?
Antworten auf diese Fragen werden im Rahmen des Projekts ViERforES erarbeitet. Das Projekt hatte einen ursprünglichen Förderzeitraum bis 31. Dezember 2010. Die Bilanz der bisherigen Forschungsarbeiten in ViERforES ist ausgesprochen positiv. Deswegen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Arbeiten an den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen - dem Magdeburger Fraunhofer IFF, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie der Technischen Universität und dem Fraunhofer IESE in Kaiserslautern - mit weiteren 5,8 Millionen Euro bis Herbst 2013.
Ziel des Forschungskonsortiums ist, mit neuen Entwicklungskonzepten die Sicherheit und Zuverlässigkeit von technischen Geräten sowie von kompletten Prozessen, Maschinen, Anlagen zu verbessern. Dabei konzentrieren sich die Ingenieure vor allem auf die Simulation und den Test der Steuerungssoftware und Mikroprozessoren. Dafür nutzen die Forscher Technologien der virtuellen und erweiterten Realität. Im Gegensatz zur ersten Förderstufe sind erstmals auch Unternehmen in das Projekt involviert. Sie übertragen die Forschungsergebnisse im Rahmen eigenen Entwicklungsprojekte direkt in die Praxis.
Mit der anwendungsorientierten Entwicklung und Verknüpfung neuer Methoden und Techniken des Digital Engineerings betreten die Wissenschaftler regelmäßig Neuland. Die Anwendungsfelder sind entsprechend breit und liegen unter anderem in der Fahrzeugproduktion, der Medizintechnik oder der Entwicklung von Leitständen für Produktionsanlagen in der Chemie oder Energieerzeugung. Mit Hilfe der entwickelten Technologien lassen sich zum Beispiel kritische Systemzustände von Elektrobatterien im Labor realistisch simulieren und testen.
Das Projekt gehört zu den BMBF-Pilotprojekten im Programm „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern“. Die Führung des Konsortiums liegt beim Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung IFF in Magdeburg.









