Open Industry 4.0 Alliance
Michael Riester übernimmt OI4-Leitung
Die Open Industry 4.0 Alliance (OI4 Alliance) stellt ihre Führung neu auf. Ab Juli 2026 übernimmt Michael Riester die Position des Managing Directors. Sein Vorgänger Ekrem Yigitdöl verlässt die Organisation auf eigenen Wunsch.
Die Open Industry 4.0 Alliance (OI4 Alliance) hat einen Wechsel an ihrer Spitze angekündigt. Michael Riester wird ab Juli 2026 neuer Managing Director der Organisation. Er folgt auf Ekrem Yigitdöl, der die Allianz nach mehreren Jahren verlässt und sich beruflich neu orientieren will.
Yigitdöl war maßgeblich am Aufbau der OI4 Alliance beteiligt. Nach Angaben der Organisation trug er dazu bei, die Allianz als Plattform für offene und interoperable Automatisierungslösungen in der Industrie zu etablieren.
Dr. Christian Liedtke, Präsident der OI4 Alliance, würdigte dessen Arbeit mit den Worten: „Er war von Beginn an eine treibende Kraft innerhalb der Alliance und hat maßgeblich zum Aufbau unserer Community und Organisation beigetragen.“
Mit Michael Riester übernimmt ein langjähriges Mitglied der Allianz die Leitung. Seit 2019 engagiert er sich in verschiedenen technischen und strategischen Projekten der OI4 Alliance. Bereits zu Beginn seiner Tätigkeit bei Endress+Hauser nahm er an einem Hackathon der Organisation teil und wirkte anschließend in mehreren Arbeitsgruppen mit.
Riester war Co-Autor mehrerer Whitepaper zur Asset Administration Shell (AAS) und beteiligte sich an der Entwicklung der OI4 Reference Architecture sowie der sogenannten „Guardrails“. Zudem leitete er Projekte wie „Open Operator Cloud“, „Digital Twin Concept“, „Instrumentation Management“ und „Digital Quality Documents“.
Die Übergabe erfolgt nach Angaben der Allianz bereits seit einiger Zeit in enger Abstimmung. Da Riester direkt aus einem Mitgliedsunternehmen zur Organisation wechselt, soll der Führungswechsel ohne größere Umbrüche verlaufen.
Zu seiner neuen Aufgabe sagte Riester: „Die OI4 Alliance begleitet mich seit ihren Anfängen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Grundlagen für offene, interoperable und praxisnahe Industrie-4.0-Lösungen geschaffen.“
Mit dem Führungswechsel will die OI4 Alliance ihre strategische Ausrichtung weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen künftig offene Industrie-4.0-Standards, Datenökosysteme sowie Anwendungen im Bereich Industrial AI. Darüber hinaus sollen neue Innovationsinitiativen und Technologien für die industrielle Digitalisierung vorangetrieben werden.
Zusätzliche Ressourcen erwartet die Organisation nach dem planmäßigen Abschluss des Factory-X-Projekts. Diese sollen für die Erschließung neuer Technologiefelder genutzt werden. Gleichzeitig kündigte die Allianz den Umzug in neue Büroräume im Raum München an, um weiteres Wachstum und eine engere Zusammenarbeit mit Mitgliedern und Partnern zu ermöglichen.










