Siemens

Alles für die Digitalisierung

Siemens macht auf der SPS IPC Drives 2017 neben dem IoT-Betriebssystem 'MindSphere' mit neuen Software-Versionen von sich reden: der Version 15 des Engineering-Frameworks 'TIA Portal', der 12. Auflage der Design-Software NX und der Version 9.1 der Simulations-Software 'Simit'.

Auch auf der SPS IPC Drives 2017 belegt Siemens die gesamte Halle 11.

© Siemens

V15 des TIA Portals bietet erweiterte Applikationsmöglichkeiten und mehr Funktionen für die digitale Transformation. Zu den Neuerungen gehören die Multifunktionale Plattform zur Integration von Hochsprachen-Anwendungen, die Integration von Handling-Funktionen und 2D- bis 4D-Kinematiken mit Simatic-S7-1500-Controllern, die Anbindung und Programmierung von Robotern sowie die Einbindung weiterer Antriebssysteme einschließlich Safety-Abnahmetest.

Mit der Multifunktionalen Plattform im Portfolio der Simatic-S7-1500 Controller können Anwender jetzt mit C/C++ und marktüblichen Programmierwerkzeugen wie Eclipse Hochsprachenapplikationen erstellen und weiterverwenden. Im Zusammenspiel mit neuen Technologie-CPUs für die Simatic-S7-1500-Controller lassen sich nun im TIA Portal auch Handling-Funktionen mit 2D- bis 4D-Kinematiken programmieren, simulieren und in Betrieb setzen. Im TIA Portal V15 sind auch Roboter-Funktionen verfügbar. Dazu haben Roboter-Hersteller wie Kuka und Yaskawa Baustein-Bibliotheken für die Programmierung von Robotern im TIA Portal bereitgestellt; weitere Hersteller wie Denso und Stäubli planen dies ebenfalls. Mit Einbindung der Sinamics-S120- und weiterer Antriebsfamilien lässt sich nun die gesamte Siemens-Antriebstechnik durchgängig im TIA Portal konfigurieren, in Betrieb setzen und diagnostizieren. Neu ist auch ein Assistent-geführter Safety-Abnahmetest für die Antriebe der Sinamics-G-Serie.

Die Version 12 von NX vereint aktuelle Werkzeuge für additive Fertigung, CNC-Bearbeitung, Robotik und Qualitätsprüfung. Dies ermöglicht die Digitalisierung der gesamten Teilefertigung mit einem einzigen integrierten End-to-End-System. Das neue Werkzeug ‘NX Machining Line Planner’ in Kombination mit der integrierten CAM-Software für formbasierte Bearbeitung (Feature Based Machining) bietet neue Möglichkeiten zur Fertigungs-Planung in Branchen, die mit hohen Stückzahlen komplexe Teile fertigen, etwa der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Zudem unterstützt NX 12 End-to-End-Lösungen für die additive Fertigung und hilft Herstellern, 3D-Druck in die industrielle Produktion zu überführen. Die Technologie zur Roboterprogrammierung ermöglicht es, komplette Fertigungszellen zu automatisieren, einschließlich der Programmierung von Robotern für NC-Bearbeitungen und Pick-and-Place-Prozesse.

Die Simulations-Software ‘Simit’ ermöglicht in der Version 9.1 eine noch einfachere Kombination der virtuellen Inbetriebnahme und des Operator-Trainings von Anlagen. Außerdem zeigt Siemens den Einsatz von IT-Techniken, mit denen Bestandsanlagen aufgenommen sowie mit bildgebender Software digitalisiert und optimiert werden können. Zu begutachten ist ferner das IoT-fähige Antriebskonzept »Simotics IQ«. Ausgestattet mit Funktionen zur Erfassung von Motordaten und integrierter MindSphere-Connectivity – Simotics Connect – ermöglicht es datenbasierte Services, etwa im Bereich vorausschauender Instandhaltung.

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Viel Neues rund um MindSphere

Durch MindSpheres Offenheit wächst das Ecosystem rund um das Cloud-basierte IoT-Betriebssystem weiter an. In der auf 1400 qm vergrößerten MindSphere-Lounge zeigen Siemens und rund 20 Partner-Unternehmen wie Amazon Web Services, Atos, Evosoft und Rittal die Einsatz- und Anbindungsmöglichkeiten des Systems. Unter anderem stellen Maschinen- und Anlagenbauer neue Services und Geschäftsmodelle auf MindSphere-Basis vor.

Auf der SPS IPC Drives präsentiert Siemens die neue MindSphere-Version 3.0, die erstmals auf Amazon Web Services (AWS) verfügbar ist und damit die globale Skalierbarkeit des Automatisierungs-Portfolios von Siemens mit den Cloud-Services von AWS verbindet. Die neue Version bietet eine leistungsfähigere Entwicklungsumgebung mit offener Programmier-Schnittstelle (Application Programming Interface) sowie zusätzliche Analysefunktionen und eine erweiterte Connectivity.

In der vergangenen Woche haben Siemens und die in Darmstadt ansässige Software AG eine Technologie-Partnerschaft für MindSphere vereinbart. MindSphere bietet Kunden eine Entwicklungsumgebung, in der sie eigene Applikationen und Services anbieten können, um Innovationen in Sachen IoT voranzutreiben. Die Software AG stellt dafür skalierbare Komponenten ihrer Digital Business Platform auf MindSphere bereit. Diese ermöglichen MindSphere-Anwendern beispielsweise die flexible Verwaltung von Netzwerken mit Millionen von Endgeräten.

Gemeinsam werden Software AG und Siemens Technologien anbieten, mit denen Anwender ihre Rohdaten (z.B. von Produkten, Maschinen, Anlagen und Systemen) einfacher als bisher in MindSphere integrieren und analysieren können. So ermöglicht die Anwendungs- und Geräte-Management-Technologie der Software AG sowohl die zentrale Vernetzung von Geräten als auch eine Steuerung über die Cloud und gestattet somit die skalierbare und flexible Verwaltung eines Netzwerks aus Millionen von Endgeräten, zukünftig auch im Bereich Edge-Analytics. Mit der Application-Connectivity-Technologie der Software AG lassen sich dabei eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäftsapplikationen (z.B. Software-as-a-Service-, Big-Data-, IoT-, Client-, Partner- oder Shop-Floor-Applikationen) entlang der gesamten Wertschöpfungskette integrieren.

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