NI Week 2012

Meinrad Happacher,

Software baut das Gerät

Wesentliche Teile der Hardware werden via Software wie in einem Baukasten individuell konfiguriert – was sich anhört wie ferne Utopie, hat National Instruments auf der Entwicklerkonferenz NI Week in Austin/Texas vorgestellt. Vorteil der Neuheit: Es entstehen völlig neue Gerätekonzepte, in denen nicht nur Auswerteroutinen individuell durch Software festlegbar sind, sondern auch wesentliche Teile der Hardware-Struktur.

Dr. James Truchard stellt ein völlig neues Systembus-Messtechnik Konzept vor: Nicht nur Software-Routinen sind nun rekonfigurierbar, sondern auch wesentliche Teile der eigentlichen Hardware eines Messgerätes.

© National Instruments

Die von Firmen-Mitbegründer Dr. James Truchard vorgestellte neue Geräte-Architektur basiert auf der Systemdesign-Software Labview und komplexen FPGA-Komponenten, vereint mit zusätzlicher Hardware in einem PXI-Systembus-Einschub. Erste Verwirklichung findet die neue Messgeräte-Philosophie jetzt in dem 'Vector Signal Transceiver NI PXIe-5644R'. Der Transceiver vereint einen PXI-Vektor-Signalgenerator mit einem Vektor-Signalanalysator plus FPGA und Digital-I/O-Baugruppen.

National Instruments zeigt damit, wie ein Messgerät in Zukunft aufgebaut sein und funktionieren kann: Das Messgerät von morgen ist nicht nur in der Software (wie es bislang möglich war), sondern auch in  der verwendeten Hardware völlig flexibel auf die Anforderungen der Messaufgabe des Anwender konfigurierbar und auch jederzeit wieder änderbar. Die Folge laut Truchard: Es entstehen wesentlich effizientere Messsysteme; es lassen sich deutlich kürzere Messzeiten umsetzen; Modifikationen lassen sich rascher umsetzen und damit Kosten optimieren; es ergeben sich kürzere Entwicklungszyklen bei höherer Genauigkeit und Produktivität.

Interessanter Nebenaspekt: Die neue Geräte-Philosophie lässt sich auf unterschiedlichste Mess-, Automatisierungs- und Regelungstechnik-Geräte übertragen.

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