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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sensor+Test 2012

Stefan Kuppinger,

Im besten Alter

Zählt man die Vorläufer mit, feiert die 19. Sensor+Test vom 22. bis 24. Mai in Nürnberg ihr 30-Jähriges. Im Jubiläumsjahr wartet die Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik mit dem Thema Elektromobilität als Schwerpunkt auf.

© AMA Fachverband

Anfangs nur im dreijährigen Turnus veranstaltet, spiegelt die inzwischen jährlich vom AMA-Fachverband für Sensorik ausgerichtete Fachmesse die Innovationskraft der Branche wider. Insgesamt präsentieren dieses Jahr mehr als 520 Unternehmen und Institute ihre Neuheiten und Entwicklungen auf dem Nürnberger Messegelände. Ein vergleichbares Forum für Sensorik und Messtechnik findet sich laut AMA weder in den USA noch in den anderen technologiegetriebenen Wirtschaftszonen Asiens oder Europas.

Vor 30 Jahren bezeichnete der Begriff Sensor noch hauptsächlich schaltende optische, kapazitive oder induktive Komponenten für die Fabrikautomation. Sensorik für physikalische, optische, chemische oder biologische Messgrößen standen gerade erst am Anfang ihrer heute rasanten Entwicklung und spielte auf den großen Industriemessen keine Rolle. Es war die Anfangszeit der Miniaturisierung, als elektronische Messtechnik begann, den Maschinenbau und den Fahrzeugbau zu revolutionieren. Mikrosystemtechnik wurde gerade erst erdacht und kein Mensch träumte von einem Smartphone. Inzwischen reicht das Themenangebot der Sensor+Test weit über das ursprüngliche Kernthema Sensorik hinaus. Fachbesucher können sich heute über das gesamte Spektrum der messtechnischen Systemkompetenz vom Sensor bis zur Auswertung informieren.

Darüber hinaus fokussiert die Sensor+Test künftig auf spezielle Branchen, in denen Sensoren, Mess- und Prüfsysteme großen Einfluss auf deren technologische Weiterentwicklung haben: 2012 setzt der Veranstalter erstmals den Schwerpunkt auf „Elektromobilität“ und richtet dazu in Halle 12 ein Sonderforum aus. Dort werden der aktuelle Stand der Technik und viele Prototypen rund um das Thema zu sehen sein, beispielsweise Sensoren für die Überwachung des Antriebsstrangs und Lösungen für das Batteriemanagement oder spezielle Messsysteme zur Fahrzeugerprobung und neue Testverfahren für Elektromotoren. Deren praktische Anwendung können Messebesucher live auf einem Fahrversuchsgelände zwischen Halle 11 und 12 erleben. Auch das Vortrags-Forum in Halle 12 steht am ersten Messetag komplett unter dem Motto „Elektromobilität“.

Die Firma Additive zeigt unter anderem, wie sich trotz hoher Potenziale von 1000 V Spannungen mit einer Auflösung im µV-Bereich messen lassen. Ebenso wichtig für den prognostizierten Massenmarkt Elektrofahrzeuge: eine präzise Prüfung der Elektromotoren im Sekundentakt. Als „kleinste Wasserwaage der Welt“ stellt die Firma Amsys einen Neigungssensor vor. Speziell für dynamische Positionierungen wurde das FLS-C-Distanzmessgerät von Dimetix konzipiert. Mittels Laser erfasst der Sensor präzise die Posi­tion von Objekten mit einer Messrate von bis zu 200 kHz und Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 10 m/s.

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VDI-Tagung rundet Sensor-Test ab

Parallel zur Sensor+Test findet am 22. und 23. Mai die VDI-Tagung „Sensoren und Messsysteme“ statt. Die inhaltlich von der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) gestaltete Veranstaltung informiert in vier parallelen Sessions über die jüngsten Forschungs- und Entwicklungserkenntnisse aus dem breiten Spektrum der Sensorik und Messtechnik. Die Themen reichen von der mechanischen, chemischen und optischen Sensorik über Temperaturmessung, Bioanalytik und Magnetsensoren bis hin zu Messunsicherheit und Struktur-Monitoring. Gerade diese Vielfalt ermöglicht den Teilnehmern in Kombina­tion mit der Sensor+Test einen Überblick über das heute Machbare und gibt Anregungen, Lösungen für eigene aktuelle Aufgabenstellungen abzuleiten.

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