Aus- und Weiterbildung

Davina Spohn,

Stuttgarter Produktionsakademie startet

Eine Offensive gegen den Ingenieurmangel starten das Fraunhofer IPA und die Universität Stuttgart: Ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm für alle Themen der industriellen Produktion wollen sie ab kommenden Jahr mit der 'Stuttgarter Produktionsakademie' anbieten. Zielgruppe sind Techniker und Praktiker aus den Unternehmen.

Ein praxisnaher Bestandteil der neuen Stuttgarter Produktionsakademie ist die Digitale Lernfabrik am Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb der Universität Stuttgart.

© IFF

Ziel der Stuttgarter Produktionsakademie soll es sein, maßgeschneiderte und zielgruppenorientierte Aus- und Weiterbildungskonzepte über alle Hierarchie-Ebenen der Unternehmen hinweg anzubieten. "Die vielfältigen Aktivitäten der Fraunhofer- und Universitätsinstitute auf dem Gebiet des Technologietransfers erhalten durch die Stuttgarter Produktionsakademie eine feste Struktur für die qualifizierte Aus- und Weiterbildung", erläutert der Leiter der Akademie Dr. Alexander Schloske. Das Programm soll neu entwickelte Schulungen für einzelne Tätigkeitsbereiche und bereits etablierte Weiterbildungskonzepte der Kooperationspartner umfassen. Die Inhalte lassen sich je nach Zielgruppe und Anforderung in Modulen flexibel miteinander kombinieren.

In einem weiteren Schritt wollen das IPA und die Universität Stuttgart eigene Master-Studiengänge anbieten, die über die Universität zertifiziert werden. Als zukünftiges Angebot nennen die Kooperationspartner den Zertifizierungslehrgang 'Produktionsmanagement'. Dieser soll einen vollständigen und intensiven Überblick zu der industriellen Produktion vermitteln. Führungskräften sollen Kompaktseminare und Intensivkurse offen stehen. Technologie- und Vertiefungsseminare werden für Spezialisten unterschiedlicher Verantwortungsebenen angeboten. Den Stand der Technik und aktuelle Themen vermitteln Foren und Konferenzen. Über Lern-Apps soll zudem mobiles Lernen möglich sein.

Integraler Bestandteil der Akademie ist unter anderem die Lernfabrik 'Advanced Industrial Engineering' des Instituts für Industrieelle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart . Methoden und Konzepte des Lean Managements lassen sich hier problemspezifisch und praxisnah abbilden. Neben den Experten des Fraunhofer IPA und des IFF wird die Stuttgarter Produktionsakademie von verschiedenen Universitäts-Instituten fachlich unterstützt: dem Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) und dem Institut für Werkzeugmaschinen (IfW). Bei Themen, die von diesen Instituten nicht vollständig abgedeckt werden können, zieht die Produktionsakademie weitere Kooperationspartner hinzu, wie etwa den VDI Württembergische Ingenieurverein, die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) und Festo Didactic.

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