Machine to Machine

Meinrad Happacher,

Der M2M Summit 2009

Am 24. September veranstaltete die M2M Alliance ihren dritten M2M-Gipfel in Köln. Rund 100 Besucher nutzten die Gelegenheit um sich über „Machine-to-Machine“ Anwendungen aus den Bereichen Energie, Logistik und Kommunen zu informieren. Von Anwendern profitieren - unter diesen Slogan stellte Georg Steimel (Bild links), 1. Vorsitzender der M2M Alliance, den diesjährigen M2M-Gipfel.

Doch bevor es konkret um die Anwendungen geht, referiert Key-Note Speaker Rolf-Edgar Barth von der Detecon International GmbH über die Entwicklung „vom Internet der Dinge zum Internet der Dienste" und wirft damit einen Blick in die vernetzte Zukunft unserer Gesellschaft.

Er verdeutlicht, dass die Bedeutung von Geräten immer stärker verblasse und Dienste immer wichtiger würden. Bestes Beispiel sei das iPhone: „Es ist nicht das Gerät an sich, sondern die darüber verfügbaren Dienste, die den eigentlichen Wert darstellen." Im derzeitigen Wandel vom Internet der Dinge zum Internet der Dienste würde sich das digitale Netz auf die höchste Evolutionsstufe hin bewegen.

Michael Pohl (2.v.l.), Digi International, und Prof. Jörg Wollert (4.v.l) von der Hochschule Bochum bekommen den M2M Award von Matthias Weber, Telefonica O2, und Allianz-Vorstand Georg Steimel überreicht.

In der folgenden Podiumsdiskussion diskutierten die Vertreter der Netzbetreiber Telefonica O2, T-Mobile, E-Plus, Mdex und White über ihre Sichtweise zum Thema „M2M auf dem Weg zum Massenmarkt". Matthias Weber von Telefonica O2 berichtet, dass die Ausschreibungen in diesem Gebiet derzeit um rund 50 Prozent zulegen würden: „Insbesondere wegen der Anfragen von Logistik-Dienstleistern und aus Energiekonzernen." Bernhard Bleitner von Mdex glaubt, dass sich die M2M-Technologie viel schneller etablieren könnten, wenn die M2M-Netze nicht wie heute immer noch üblich „selbst zusammengeschraubt werden müssten." Damit kommt die Diskussion schnell auf das Grundproblem der M2M-Thematik: „Jede Applikation ist anders", sagt Mathias Elsner von T-Mobile.

Die Telekom-Gesellschaften arbeiten deshalb mit M2M-Partnern zusammen und wollen dies auch nicht ändern: „M2M ist ein anderes Geschäft, als das mit Blackberrys", ergänzt Elsner und erhält Unterstützung von Matthias Weber: „Unser Geschäft wird die Datenübertragung bleiben!" Auf das Problem der unkalkulierbaren Roaming-Kosten bei international angelegten M2M-Projekten angesprochen, sagt Elsner: „Das Problem ist erkannt, wir arbeiten mit Hochdruck daran!"

In zwei parallelen Workshops ging es dann in die konkreten technischen Umsetzungen in den Bereichen Smart Grid/Smart Metering, Logistik, sowie um „M2M in der modernen Stadt" und "M2M im persönlichen Umfeld". Gefolgt von Plenumsvorträgen über das M2M-Projektmanagement und die Wirtschaftlichkeitsberechnung von M2M-Lösungen in Unternehmen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung des M2M Best Practice Award 2009. Der Award wird traditionell in zwei Kategorien verliehen: In der Kategorie „Advantage" ging der Preis dieses Jahr an den amerikanischen Hersteller von Device-Networking Lösungen, Digi International.

Digi konnte die Jury von dem besonderen wirtschaftlichen Nutzen eines umweltfreundlichen Managements der Straßenbeleuchtung mit ZigBee-Vernetzung überzeugen. In der Kategorie „Innovation" wurde die Hochschule Bochum zum Sieger gekürt. Sie stellte ein System zur Bewertung von Hybridantrieben mit M2M-Technologie vor.

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