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Pneumatischer Cobot feiert Premiere

12. Mai 2022, 13:25 Uhr | Inka Krischke
Festo, Melzer, Tarragona, Cobot
»Zum Verkaufsstart 2023 wird der Festo Cobot mit seiner einfachen Bedienbarkeit neue Maßstäbe in der Mensch-Roboter-Kollaboration setzen“, sind Dr. Frank Melzer und Christian Tarragona überzeugt.
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Festo bringt den nach eigenen Angaben weltweit ersten pneumatischen Cobot auf den Markt. Mit ihm soll es auch für KMU, die oft von manuellen Arbeitsprozessen geprägt sind, wirtschaftlich werden, Cobots einzusetzen.

Der pneumatische Cobot wird laut Festo günstiger sein als elektrische Cobots dieser Klasse. Sein vornehmliches Einsatzgebiet ist das Kleinteilehandling bei Nutzlasten bis zu 3 kg. »Zum Verkaufsstart 2023 wird der Festo Cobot mit seiner einfachen Bedienbarkeit neue Maßstäbe in der Mensch-Roboter-Kollaboration setzen«, erklärt Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management bei Festo.

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Dr. Frank Melzer, Vorstand Product and Technology Management bei Festo
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Der Cobot besteht aus der Hardware selbst, einem Handmodul und der ‚Robotic Suite‘, einer Software für die intuitive Inbetriebnahme und Programmierung. Dieses Paket macht es möglich, den Cobot in weniger als einer Stunde in Betrieb zu nehmen und zu programmieren. Vorkenntnisse aus dem Bereich der Robotik sind nicht notwendig, denn die selbsterklärende Software Robotic Suite enthält übersichtlich visualisierte und standardisierte Funktionsbausteine. Pneumatische Antriebe ermöglichen das einfache manuelle und widerstandsfreie Führen des Roboterarms mit der Hand, um Wegpunkte beziehungsweise Bahnen schnell und präzise einzulernen.

Der Cobot benötig keinen zusätzlichen Schaltschrank, sondern beherbergt die integrierte Steuerung im eigenen Fußteil. Einfache Steckverbindungen ermöglichen auch Ad-hoc-Einsätze ohne lange Umrüstzeiten. Mit gängigen Busstandards gelingt die schnelle Anbindung an übergeordnete Steuerungen.

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Christian Tarragona, Leiter Robotics bei Festo
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Dank Leichtbau-Methoden wiegt der Cobot nur 17 kg und kann somit flexibel an einen anderen Ort verbracht werden. Wie ein menschlicher Arm hat der Cobot eine Reichweite von 670 mm, so dass er im Teamwork mit dem Mitarbeiter als helfende ‚dritte Hand‘ wahrgenommen werden kann. Er bewegt sich in einem überschaubaren Radius. Dank der Nachgiebigkeit der pneumatischen Antriebe agiert der Cobot feinfühlig – mit situativ angemessener Geschwindigkeit, in flüssigen, harmonischen Bewegungen. Bei Berührung ist er so soft wie ein menschlicher Kontakt, heißt es seitens des Herstellers. Die pneumatischen Direktantriebe des Cobots und sein geringes Gewicht senken seine Kontaktenergie. Christian Tarragona, Leiter Robotics bei Festo, erklärt: »Durch exakte Druckregler in den Gelenken erkennt der Roboter, wenn er berührt wird und reagiert mit entsprechenden Safety-Funktionen.«


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