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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens

Alexandra Hose,

Starker Abschluss des Geschäftsjahres 2023

Wie Siemens mitteilt, stiegen im vierten Quartal 2023 die Umsatzerlöse und der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 10 % beziehungsweise um 6 %. Im Industriellen Geschäft verzeichnet Siemens bei Ergebnis und Profitabilität die höchsten Werte aller Zeiten.

Vorstandsvorsitzender Roland Busch anlässlich der Siemens-Hauptversammlung im Februar 2023.

© Siemens AG

Siemens hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 (30. September 2023) seinen Wachstumskurs fortgesetzt und - wie es heißt - »zahlreiche Rekorde erzielt«. Die Umsatzerlöse im operativem Geschäft stiegen im Gesamtjahr um 11 % auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte). Sowohl das Ergebnis und die Profitabilität des Industriellen Geschäfts als auch der Gewinn nach Steuern erreichten Rekordwerte. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen daher vor, die Dividende von 4,25 Euro im Vorjahr auf 4,70 Euro je Aktie zu erhöhen. 

Roland Busch, Vorstandsvorsitzender von Siemens: »Das Geschäftsjahr 2023 war ein Jahr mit zahlreichen Rekorden: In unserem Industriellen Geschäft erreichten wir bei Ergebnis und Profitabilität die höchsten Werte aller Zeiten. Unseren Gewinn nach Steuern haben wir fast verdoppelt und so einen historischen Höchststand erreicht. Ich möchte allen unseren Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt für ihr großes Engagement danken, mit dem sie zu diesen hervorragenden Ergebnissen beigetragen haben. Unsere Strategie zahlt sich aus und wir beschleunigen weiterhin die digitale und nachhaltige Transformation unserer Kunden.«

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Free Cash Flow von mehr als zehn Milliarden Euro

Ralf P. Thomas, Chief Financial Officer, ergänzt: »Siemens hat im Geschäftsjahr 2023 sein wertsteigerndes Wachstum fortgesetzt und erstmals einen Free Cash Flow von mehr als zehn Milliarden Euro erzielt. Von diesem Erfolg profitieren auch unsere Aktionärinnen und Aktionäre mit einer vorgeschlagenen Erhöhung der Dividende auf 4,70 Euro, einer korrespondierenden Dividendenrendite von 3,5 Prozent und unserem ausgeweiteten Aktienrückkauf.«

Rekorde im industriellen Geschäft

Siemens steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis um 11 % auf 77,8 Milliarden Euro (GJ 2022: 72,0 Milliarden Euro). Der Auftragseingang verzeichnete einen Anstieg auf vergleichbarer Basis um 7 % auf 92,3 Milliarden Euro (GJ 2022: 89,0 Milliarden Euro). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen („Book-to-Bill-Ratio“) liegt mit 1,19 auf einem ausgezeichneten Niveau (GJ 2022: 1,24). Der Auftragsbestand erreichte mit 111 Milliarden Euro erneut einen Rekordwert mit hoher Qualität.

Das digitale Geschäft wächst weiterhin schnell und verzeichnete einen Anstieg um rund 12 % auf 7,3 Milliarden Euro (GJ 2022: 6,5 Milliarden Euro). Damit hat Siemens seine avisierte Wachstumsrate von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 10 % in diesem Geschäftsjahr deutlich übertroffen. Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts stieg um 11 % auf 11,4 Milliarden Euro (GJ 2022: 10,3 Milliarden Euro). Die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts verbesserte sich auf 15,4 % (GJ 2022: 15,1 %). Der Gewinn nach Steuern erreichte 8,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn nach Steuern von 4,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2022. Alle drei Werte sind Bestmarken in der Unternehmensgeschichte. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA) belief sich entsprechend auf 10,77 Euro (GJ 2022: 5,47 Euro); ohne Berücksichtigung der Siemens Energy Beteiligung, die 0,84 Euro zum EPS pre PPA beitrug, lag das EPS pre PPA bei 9,93 Euro und übertraf die Prognose (9,60 Euro bis 9,90 Euro). Der sogenannte Free Cash Flow »all-in« aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten erreichte auf Konzernebene einen Rekordwert und lag erstmals bei 10,0 Milliarden Euro (GJ 2022: 8,2 Milliarden Euro). Das Industrielle Geschäft verzeichnete ebenfalls einen neuen Höchstwert beim Free Cash Flow von 10,4 Milliarden Euro (GJ 2022: 9,7 Milliarden Euro).

Das vierte Quartal

Im vierten Quartal stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 6 % auf 21,8 Milliarden Euro mit höherem Volumen aus Großaufträgen bei Mobility sowie Wachstum bei Siemens Healthineers und Smart Infrastructure. Ebenso stiegen die Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis um 10 % auf 21,4 Milliarden Euro (Q4 2022: 20,6 Milliarden Euro). Die Umsatzerlöse lagen in allen industriellen Geschäften auf Rekordniveau, wobei der größte Wachstumsbeitrag von Smart Infrastructure kam. Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts nahm um 7 % auf 3,4 Milliarden Euro zu und verzeichnete aufgrund beträchtlicher Zuwächse bei Digital Industries und Smart Infrastructure den höchsten jemals erzielten Quartalswert. Die Ergebnismarge erreichte 16,5 %. Der Gewinn nach Steuern betrug 1,9 Milliarden Euro nach 2,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, das durch einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro (vor Steuern) aus dem Verkauf des Brief- und Paketabwicklungsgeschäfts begünstigt war.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

Die Prognose für den Siemens-Konzern im Geschäftsjahr 2024 beruht auf der Annahme, dass die geopolitischen Spannungen nicht weiter zunehmen. Unter dieser Bedingung wird erwartet, dass das Industrielle Geschäft weiter profitabel wachsen wird. Für den Siemens-Konzern wird ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) in einer Bandbreite von 4 bis 8 % und ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) von über 1 erwartet.

Digital Industries prognostiziert für das Geschäftsjahr 2024 eine Entwicklung der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis in einer Bandbreite von 0 Prozent bis 3 Prozent. Dies basiert auf der Annahme, dass nach Abbau der Vorräte bei Kunden die weltweite Nachfrage in den Automatisierungsgeschäften insbesondere in China in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres wieder anziehen wird. Die Ergebnismarge wird zwischen 20 und 23 % erwartet.

Smart Infrastructure erwartet im Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zwischen 7 % und 10 % und eine Ergebnismarge in einer Bandbreite von 15 bis 17 %.

Mobility beabsichtigt, im Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zwischen 8 und 11 % zu erzielen. Die Ergebnismarge wird zwischen 8 und 10 % erwartet.

Es wird davon ausgegangen, dass im Geschäftsjahr 2024 durch das profitable Wachstum des Industriellen Geschäfts ein höheres unverwässertes Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA), ohne Berücksichtigung von Siemens Energy Beteiligung, in einer Bandbreite von 10,40 bis 11,00 Euro erreicht wird, gegenüber einem EPS pre PPA, ohne Berücksichtigung von Siemens Energy Beteiligung, von 9,93 Euro im Geschäftsjahr 2023. Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen.

Die Finanzkennzahlen Q4

Die Ergebnisse kurz zusammengefasst:  

  • Umsatzerlöse und Auftragseingang stiegen im vierten Quartal auf vergleichbarer Basis (ohne Währungsumrechnungs- und Portfolio-effekte) um 10% beziehungsweise 6%
  • Nominal erhöhten sich die Umsatzerlöse mit Rekordwerten in allen industriellen Geschäften um 4% auf 21,4 Mrd. €; Auftragseingang lag mit 21,8 Mrd. € auf dem Vorjahresniveau; Book-to-Bill-Verhältnis betrug 1,02
  • Ergebnis Industrielles Geschäft nahm um 7% auf 3,4 Mrd. € zu und verzeichnete damit den höchsten jemals erzielten Quartalswert; Ergebnismarge erreichte 16,5%
  • Gewinn nach Steuern betrug 1,9 Mrd. €; zum Vergleich, Gewinn nach Steuern von 2,9 Mrd. € im Q4 GJ 2022 war begünstigt durch einen Gewinn von 1,1 Mrd. € (vor Steuern) aus dem Verkauf des Brief- und Paketabwicklungsgeschäfts; entsprechendes unverwässertes Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 2,17 € und EPS vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA) lag bei 2,34 €
  • Erneut herausragende Leistung bei der Zahlungsmittelgenerierung führte zu Free Cash Flow des Siemens-Konzerns von 4,6 Mrd. €
  • Historische operative Leistung im Gesamtjahr ließ vergleichbare Umsatzerlöse um 11% an das obere Ende der angehobenen Prognose und den vergleichbaren Auftragseingang um 7% steigen; nominal erhöhten sich die Umsatzerlöse um 8% auf 77,8 Mrd. € und der Auf-tragseingang nahm um 4% auf 92,3 Mrd. € zu; Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,19
  • Ergebnis Industrielles Geschäft des Geschäftsjahres 2023 im Vorjahresvergleich um 11% auf Rekordwert von 11,4 Mrd. € gewachsen; Gewinn nach Steuern annähernd verdoppelt auf historischen Höchststand von 8,5 Mrd. €, entsprechendes unverwässertes EPS auf 10,04 € mehr als verdoppelt, EPS pre PPA erreichte 10,77 €; ohne Berücksichtigung von Siemens Energy Beteiligung, die 0,84 € beitrug, lag EPS pre PPA bei 9,93 € und übertraf unsere Prognose; Free Cash Flow des Siemens-Konzerns erreichte Rekordwert von 10,0 Mrd. €
  • Siemens schlägt vor, die Dividende von 4,25 € im Vorjahr auf 4,70 € je Aktie zu erhöhen

• Auftragseingang mit höherem Volumen aus Großaufträgen bei Mobility sowie Wachstum bei Siemens Healthineers und Smart Infrastructure; Rückgang des Auftragseingangs in den kurzzyklischen Automatisierungsgeschäften von Digital Industries.

• Umsatzerlöse in allen industriellen Geschäften auf Rekordniveau; größter Wachstumsbeitrag von Smart Infrastructure.

• Volumenentwicklung stark beeinträchtigt durch negative  Währungsumrechnungseffekte, die das Wachstum von Auftragseingang und Umsatzerlösen um jeweils sechs Prozentpunkte verminderten; Portfolioeffekte mit marginalem Einfluss.

• Ergebnis Industrielles Geschäft stieg auf höchsten jemals erreichten Quartalswert aufgrund beträchtlicher Zuwächse bei Digital Industries und Smart Infrastructure, die einen Höchstwert ihres Quartalsergebnisses erzielten.

• Überleitung Konzernabschluss beinhaltete einen Verlust von 0,2 Mrd. € im Zusammenhang mit Siemens Energy Beteiligung,während im Q4 GJ 2022 russlandbezogene Belastungen von 0,3 Mrd. € enthalten waren; ebenfalls im Q4 GJ 2022 profitierte Portfolio Companies vom 1,1-Mrd.-€-Gewinn (vor Steuern) aus dem Verkauf des Brief- und Paketabwicklungsgeschäfts.

• Herausragender Free Cash Flow in erster Linie aufgrund des Industriellen Geschäfts, mit einem Free Cash Flow von 4,1 Mrd. € (Q4 GJ 2022: 3,9 Mrd. €) bei starken Mittelzuflüssen in allen industriellen Geschäften; hohe Cash Conversion Rate und Free Cash Flow zudem unterstützt durch Beiträge außerhalb Industrielle Geschäfte, darunter Zahlungsmittelzuflüsse bei der Konzern Treasury hauptsächlich aufgrund der Abrechnung von Sicherungsinstrumenten

• Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gingen zum 30. September 2023 mit 1,4 Mrd. € auf einen erneuten historischen Tiefststand zurück (30. Juni 2023: 1,7 Mrd. €), im Wesentlichen aufgrund von höheren Abzinsungssätzen

• ROCE lag klar im Zielband; im Q4 GJ 2022 beinhaltete ROCE den oben erwähnten Verkaufsgewinn.

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