Akquisition
Qualcomm übernimmt KI-Spezialisten Modular
Qualcomm will das Softwareunternehmen Modular übernehmen. Mit der Akquisition soll die Softwarebasis für generative und agentenbasierte KI gestärkt und die Entwicklung von KI-Anwendungen für Edge-, Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen beschleunigt werden.
Qualcomm hat eine Vereinbarung zur Übernahme des US-Softwareunternehmens Modular getroffen. Mit dem Zukauf will das Unternehmen seine Softwarekompetenzen für generative und agentenbasierte KI ausbauen und die Entwicklung von KI-Anwendungen über Endgeräte, Edge-Systeme und Rechenzentren hinweg vorantreiben.
Modular entwickelt eine KI-native Softwareplattform, die den Einsatz von KI-Modellen auf unterschiedlichen Hardwarearchitekturen ermöglicht. Nach Unternehmensangaben unterstützt die Plattform Prozessoren (CPU), Grafikprozessoren (GPU), Neural Processing Units (NPU) sowie anwendungsspezifische Schaltungen (ASIC), ohne dass Modelle für jede Hardwareplattform neu angepasst werden müssen.
Offenes Software-Ökosystem geplant
Durch die Übernahme will Qualcomm eine hardwareunabhängige Softwareebene schaffen, die den Einsatz von KI-Anwendungen auf heterogenen Rechenumgebungen erleichtert. Ziel ist es, die Entwicklung und Bereitstellung von KI-Modellen für Gerätehersteller, Cloud-Anbieter, Softwareentwickler und Unternehmen zu vereinfachen sowie die Energieeffizienz und Flexibilität der Systeme zu verbessern.
Ausbau des Rechenzentrumsgeschäfts
Mit der Integration der Modular-Plattform will Qualcomm seine Strategie im Rechenzentrumsmarkt ausbauen. Die Software soll unter anderem die Inferenz, Orchestrierung und Bereitstellung von KI-Anwendungen in verteilten Systemen optimieren. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit Entwicklern, Modellanbietern, Hyperscalern und Unternehmenskunden intensiviert werden.
Modular wurde von einem Team gegründet, das an zentralen Komponenten der heutigen KI-Infrastruktur mitgewirkt hat. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben einen offenen und herstellerneutralen Ansatz für KI-Software.
Abschluss für zweite Jahreshälfte erwartet
Der Abschluss der Übernahme wird für die zweite Hälfte des Jahres 2026 erwartet. Voraussetzung sind die üblichen Abschlussbedingungen sowie die Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.











