ZVEI
Exporte über Vorkrisen-Niveau
Die deutsche Elektro-Industrie hat im ersten Halbjahr 2021 ihre Exporte deutlich gesteigert und das Vorkrisenniveau übertroffen.
Die Ausfuhren im Wert von 108,3 Mrd. Euro übertrafen den Vorjahreszeitraum um 13 % und lagen auch 1,8 % über dem Wert aus dem Vorkrisenjahr 2019, teilte der Branchenverband ZVEI mit. Die Importe wuchsen im Vergleichszeitraum kumuliert um 17,6 % auf 103,9 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr.
Die fünf größten Abnehmer deutscher Elektroexporte im ersten Halbjahr dieses Jahres waren China, die USA, Frankreich, die Niederlande und Polen. Das Geschäft mit der Volksrepublik China wuchs: Im Vergleich zum Juni 2020 lag das Plus bei 13,2 % auf 2,2 Mrd. Euro, im Halbjahresvergleich konnte die deutsche Elektro-Industrie ein Plus von 11,5 % auf 12,3 Mrd. Euro für sich verzeichnen.
Die Ausfuhren in die USA sowie nach Frankreich nahmen ebenfalls zu. Die Exporte in die USA wuchsen um 23,3 % auf 1,6 Mrd. Euro im Monatsvergleich und um 8,0 % auf 9,1 Mrd. Euro im Halbjahresvergleich. Im Juni legten die Exporte nach Frankreich um 17,8 % auf 1,1 Mrd. Euro zu, 21,6 % (auf 6,7 Mrd. €) betrug das Plus im Halbjahresvergleich.
Klare Zuwächse in Europa
Die Lieferungen in die Niederlande konnten sich ebenfalls deutlich erholen: Im Juni kletterten sie um 22,4 % gegenüber Vorjahr auf 961 Mio. Euro und von Januar bis Juni dieses Jahres um 17,4 % auf 5,5 Mrd. Euro. Die Niederlande verdrängte damit Polen wieder von Position 4 im Abnehmerranking. Die Exporte nach Polen wuchsen im Juni etwas verhaltener um 8,7 % auf 903 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr schafften sie ein Plus von 16,0 % auf 5,4 Mrd. Euro.
Italien, Tschechien, Österreich, Großbritannien und die Schweiz nahmen in der ersten Jahreshälfte 2021 die Plätze 6 bis 10 im Abnehmerranking ein. »Im Zeitraum von Januar bis Juni verzeichneten vor allem die Branchenausfuhren nach Italien (+26,7 % auf 5,4 Mrd. Euro), Österreich (+19,4 % auf 4,7 Mrd. Euro) und Großbritannien (+17,7 % auf 4,4 Mrd. Euro) kräftige Zuwächse«, so ZVEI-Konjunkturexperte Jürgen Polzin. Die Lieferungen nach Tschechien (+13,0 % auf 5,0 Mrd. Euro) und in die Schweiz (+5,9 % auf 3,6 Mrd. Euro) legten im Vorjahresvergleich etwas verhaltener zu.
Im jüngsten Berichtsmonat Juni 2021 kletterten die Exporte nach Großbritannien (+37,7 % auf 875 Mio. Euro) und Tschechien (+34,5 % auf 879 Mio. Euro) am kräftigsten. Diejenigen nach Italien (+23,0 % auf 915 Mio. Euro), Österreich (+22,7 % auf 837 Mio. Euro) und in die Schweiz (+11,8 % auf 632 Mio. Euro) legten im Vorjahresvergleich ebenfalls zu.













