Copa-Data
Smarte Brownfield-Retrofits
Brownfield-Retrofits sind eine nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zum Neubau. Sie ermöglichen eine ressourcenschonende Modernisierung bestehender Anlagen, fördern Energieeffizienz und reduzieren Umweltauswirkungen. Betreiber von Brownfield-Anlagen stehen vor der Herausforderung, ebenso effizient zu fertigen wie der Mitbewerb, der dasselbe Produkt auf hochmodernen Anlagen herstellt. Copa-Data hat seine Retrofit-Strategie auf vier Säulen aufgebaut.
Bei Brownfield-Retrofits gilt es, bestehende Werke auf den neuesten Stand zu bringen, um moderne Herstellungsverfahren zu ermöglichen. Erfolgreiche Retrofit-Strategien erfordern eine genaue Planung, smarte Technologien und die Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen. Copa-Data stellt seine Strategie vor.
1. Mehr Wertschöpfung durch Konnektivität und zusätzliche Services
Unternehmen sind gefordert, Strategien zu entwickeln, um mit ihren bestehenden Anlagen eine maximale Wertschöpfung zu erreichen. Allein die Produktion darf nicht mehr ausschlaggebend für den Erfolg sein. Daher ist es essenziell, bestehende Anlagen so effizient und wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. In diesem Zusammenhang spielen zwei zentrale Konzepte eine entscheidende Rolle: Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. „Wertschöpfung entsteht im Zuge der Digitalisierung nicht nur durch zusätzliche Produkte oder Dienste, sondern auch ganz wesentlich durch deren Vernetzung und Modularisierung. Zur Steigerung der ökonomischen Effektivität und Effizienz ist es wichtig, alle Möglichkeiten der nachträglichen oder ergänzenden Digitalisierung von Bestandsindustrie zu nutzen“, sagt Jürgen Schrödel, Geschäftsführer von Copa-Data Deutschland.
2. Gefahr von Ausfällen mit vorausschauender Wartung begegnen
Während neue Anlagen in den ersten Jahren kaum Wartung erfordern, steigt die Notwendigkeit mit zunehmender Laufzeit. Werden Maschinen zu spät gewartet, kann es zu teuren Produktionsausfällen kommen. Ein zu früher Austausch von Maschinenteilen wiederum verursacht unnötige Ausgaben. Um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, ist eine vorausschauende Wartungsstrategie auf Basis verlässlicher Daten entscheidend. Predictive Maintenance lautet das Schlüsselwort und basiert auf Advanced Analytics. Bei der Big-Data-Technologie lassen sich durch die Analyse historischer Daten und spezieller Vorhersagemodelle zukünftige Entwicklungen präzise prognostizieren. Der Vorteil: Auf diese Weise lassen sich selbst komplexe Zusammenhänge schnell analysieren.
3. Sicherheit der Bestandsanlagen mit modernen Technologien erhöhen
Lange Zeit blieben industrielle Systeme aufgrund ihrer Isolation vor Cyberangriffen weitgehend verschont. Die Vernetzung bringt jedoch Sicherheitsbedrohungen mit sich. Besonders alte Systeme bieten Schwachstellen für Cyberbedrohungen, da sie den Software-Updatezeitraum häufig lange überdauern. Die EU hat auf diese Bedrohung reagiert und die Anforderungen an die Cyber Security mit neuen Richtlinien verschärft. „Viele Unternehmen zögern die Migration hinaus, um Aufwand zu vermeiden. Das ist allerdings zu kurz gedacht. Wer veraltete Anlagen nicht auf die neuesten Sicherheitsstandards bringt, geht ein hohes Risiko ein, Ziel eines Cyberangriffs zu werden”, weiß Jürgen Schrödel. Automatisierungssoftware wie beispielsweise zenon lässt sich in bestehende IT/OT-Sicherheitsarchitekturen integrieren und bietet Schutz ohne großen Aufwand.
4. Digitalisierung und Automatisierung für eine nachhaltige Anlage
Ältere Anlagen sind weniger energieeffizient als moderne Systeme, allerdings verringert eine längere Laufzeit den CO2-Fußabdruck des Unternehmens. Ein Hebel zur Emissionssenkung liegt in der Optimierung des Energieverbrauchs. Dafür ist eine lückenlose Datenerfassung unerlässlich. Erst wenn sämtliche Energieströme und Verbräuche in Echtzeit verfügbar sind, lassen sie sich gezielt analysieren, effizient steuern und flexibel anpassen. Kurz gesagt: Digitalisierung und Automatisierung sind die Schlüssel zur Dekarbonisierung.











