Artikelserie zu Large Language Models

Service | Andrea Gillhuber,

ChatGPT in der Industrie

ChatGPT war im vergangenen Jahr das Hype-Thema. Für 2024 wird der Einzug dieser Technologie in die Industrie erwartet. In einer neuen Artikelserie werden die Möglichkeiten und die Herausforderungen von ChatGPT für die Industrie herausgearbeitet.

Teil 1: ChatGPT in der Industrie

Der Autor: Dr. Hans Egermeier ist Geschäftsführer von talsen team.

© talsen team

Eine technologische Neuerung, die im vergangenen Jahr ganz besonders herausstach, war die Veröffentlichung und breite Zugänglichkeit einer Art der künstlichen Intelligenz – genannt ChatGPT, veröffentlicht von der Firma OpenAI. Und obwohl es sich im wissenschaftlichen Bereich schon seit längerer Zeit abzeichnete, dass ein als revolutionär zu bezeichnender großer Durchbruch bevorsteht, war es für den Rest der Welt überraschend und überwältigend ein „Ding“ zur Verfügung zu haben, das man im eigentlichen Wortsinn als intelligent bezeichnen kann.

Teil 2: Das Prompt Engineering

© kunakorn; selim/stock.adobe.com

Teil 2 der Artikelserie lenkt das Augenmerk auf einen speziellen Aspekt: Wie sind gute Anfragen an ChatGPT aufgebaut oder technisch formuliert? Wie funktioniert die systematische Formulierung effektiver Prompts? Diese Fertigkeit genannt Prompt Engineering bildet das Kernstück für den effizienten Einsatz von LLMs in Unternehmensanwendungen und ist ein wichtiger Schlüssel zur Entfaltung des vollen Potenzials von ChatGPT.

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Um thematisch in das Thema Prompt Engineering einzusteigen, konzentriert sich dieser Artikel auf die direkte Interaktion mit einer künstlichen Intelligenz wie ChatGPT über ein Webinterface. Dieses Anwenderlevel entspricht bildlich gesehen der Spitze des Eisberges im Umgang mit LLMs. Denn neben dem explizit vom Anwender formulierten Prompt existieren eine Vielzahl weiterer Einflussgrößen, welche die Ergebnisqualität bestimmen.

Teil 3: Der intelligente Assistent

© Emmy Ljs/stock.adobe.com

Dieser Teil der Artikelserie »ChatGPT in der Industrie« fokussiert sich darauf, wie die Technologie der Large Language Models (LLM) in Form von intelligenten Assistenten, Einzug in industrielle Produkte und Dienstleistungen hält.

Wie können Benutzerschnittstellen von komplexen industriellen Produkten und Dienstleistungen möglichst einfach und verständlich gehalten werden? Verlockend wäre in diesem Zusammenhang doch, jederzeit einen intelligenten Assistenten zur Hand zu haben? Dieser würde Fragen und Anweisungen unabhängig von der Sprache verstehen und dann präzise die erforderlichen Informationen für die Behebung eines Fehlerzustandes oder für den nächsten optimalen Bedienungsschritt liefern.

Teil 4: Katalysator eines agilen Entwicklungsprozesses

Die schematische Darstellung des Promptablaufs

© selim/stock.adobe.com / talsen team

Teil 4 der Artikelserie geht explizit auf das Zusammenspiel von KI und agiler Arbeitsweise bei der Produktentwicklung ein.

Der wesentliche Anspruch agiler Methoden besteht darin, iterative Prozesse, kontinuierliche Verbesserung und das frühzeitige Einbeziehen von Kundenfeedback in den Vordergrund zu stellen. Im Gegensatz zu traditionellen, wasserfallartigen Ansätzen, bei denen die Anforderungen zu Beginn umfassend definiert und dann schrittweise umgesetzt werden, begrüßen agile Methoden den schrittweisen Wissenszuwachs auf Kundenseite und im Team. Dies bedingt im Gegensatz zur Vorstellung, in Wasserfallmodellen die Anforderungen zu Beginn eines Projektes fest definieren zu können, einen kontinuierlichen Strom an Veränderungen. Richtig umgesetzt führt dies letztendlich zu einem besser an den Bedarf angepassten Produkt in einer kürzeren Projektdurchlaufzeit. Agile Methoden zielen zur Erreichung einer hohen Entwicklungsperformanz zudem darauf ab, »Arbeit, die nicht zu tun ist«, systematisch zu identifizieren. Damit werden Aufgaben mit geringen oder sogar keinem Wertezuwachs für das Produkt nicht einfach achselzuckend akzeptiert, sondern aktiv vermieden.

Weitere Artikel der Serie »ChatGPT in der Industrie«

Bild 1. Die Evolution eines Entwicklungsprojektes.

© talsen team

Teil 5: Das Anforderungsmanagement

Kann generative KI erfinderisch tätig sein? Mit Blick auf die rasante Evolution der KI lässt sich dies derzeit vielleicht mit einem »Jein« beantworten. Heute sind LLMs auf jeden Fall schon nützliche Werkzeuge, wenn es um die Formulierung von Anforderungsbeschreibungen geht.

Im letzten Artikel dieser Serie (Ausgabe 5, Seite 14-17) stand die mögliche Unterstützung bei der Beschreibung und Formulierung von Arbeitspaketen mit Hilfe generativer Werkzeuge wie ChatGPT im Mittelpunkt. Die berechtigte Frage, die sich dabei stellt, ist: Wo kommen die Anforderungen her, die in den Arbeitspaketen für die technische Umsetzung beschrieben werden? Wie lassen sich generative Methoden auch schon in der Anforderungsanalyse und Beschreibung im Projektvorfeld und dann projektbegleitend einsetzen?

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