Bitkom
Europa soll Start-up-Hotspot werden
Die EU-Kommission will junge Tech-Unternehmen und Scale-ups mit der „Startup & Scaleup Strategy“ stärker unterstützen. Sowohl die Gründung als auch das Wachstum soll erleichtert werden. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Start-ups, die im Verteidigungsbereich aktiv sind.
Europa will die Bedingungen für Tech-Start-ups deutlich verbessern und bringt die „Startup & Scaleup Strategy“ auf den Weg. Damit soll die Gründung und das Wachstum von Tech-Unternehmen in Europa erleichtert werden sollen. Der Digitalverband Bitkom begrüßt die „Startup & Scaleup Strategy“. Dr. Ralf Wintergerst, Bitkom-Präsident, sagt: „Die europäische Start-up-Politik blieb trotz einiger vielversprechender Initiativen auf nationaler Ebene bisher fragmentiert. Die neue EU-Strategie kann das ändern. Sie setzt die richtigen Schwerpunkte und begleitet innovative Tech-Unternehmen auf ihrem Wachstumspfad von der Gründung bis zum europäischen Tech Champion. Mit der neuen Start-up-Strategie kann sich Europa in einem verschärften globalen Wettbewerb als Start-up-Hotspot etablieren.“
Nach Ansicht des Bitkom benennt die neue Start-up-Strategie eine Vielzahl von notwendigen und überfälligen Maßnahmen, etwa um Ausgründungen aus der Wissenschaft zu fördern oder den Zugang zu Rechenkapazitäten zu vereinfachen und finanziell zu unterstützen. Auch die geplante EU-weite Rechtsform für Start-ups würde Gründung und europaweites Wachstum erleichtern. „Mit dem Investment Pact und dem Scaleup Europe Fund setzt die EU außerdem an wichtigen Stellen an, um mehr Kapital von institutionellen Investoren zu mobilisieren und den großen Kapitalbedarf von Scaleups zu decken. So wird es leichter, vielversprechende Tech-Unternehmen in der EU zu halten“, so Wintergerst.
Die EU-Kommission plant zudem Erleichterungen bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte sowie beim grenzüberschreitenden Arbeiten. Ein besonderes Augenmerk richtet die Strategie darüber hinaus auf Start-ups, die im Verteidigungsbereich aktiv sind. Die EU-Kommission will diese DefTech-Start-ups strategisch fördern und bis 2026 spezielle Investitionsinstrumente bereitstellen.
Hinsichtlich einer erleichterten öffentlichen Vergabe für Start-ups bleibt die EU-Kommission allerdings vage. „Insbesondere ein einfacherer Zugang zu öffentlichen Aufträgen würde vielen Start-ups ganz konkrete Vorteile verschaffen. An dieser Stelle könnte die Politik sofort handeln, Kosten entstünden dadurch nicht“, sagt Wintergerst. „Wichtig ist, dass die neue EU-Strategie jetzt rasch umgesetzt wird, auch wo sie die Kompetenzen der Mitgliedsstaaten berührt. Europas Start-ups und Scale-ups brauchen einheitliche Bedingungen in der gesamten EU, um weltweit erfolgreich sein zu können.“










