200 Jahre KIT

dpa | Andrea Gillhuber,

„Brauchen Sie mehr denn je“

Als Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft ist das KIT einzigartig. Zur Geburtstagsfeier kommen viele mit Rang und Namen. Ein wichtiges Thema steht im Fokus.

© Uli Deck/dpa

Karlsruhe (dpa/lsw) - Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat Bundesforschungsminister Cem Özdemir die Exzellenzuniversität als Ort gelobt, an dem Zukunft gestaltet werde. Gerade mit Blick auf die weltpolitische Lage betonte der Grünen-Politiker: „Wir brauchen Sie mehr denn je.“ Ziel müsse es sein, Schlüsseltechnologien zu beherrschen - sonst beherrschten sie uns.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) betonte die Kreativität, Neues zu denken und zu entwickeln. Bei all den dystopischen Nachrichten dieser Tage schaffe diese Zuversicht.

Demokratische Werte und Wissenschaftsfreiheit

Während vor der Tür wenige Tage vor der Bundestagswahl Menschen gegen die AfD demonstrierten, machte sich in der Halle Landeswissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) für die Wissenschaftsfreiheit als „absolute Autonomie der Wissenschaft“ stark. Seit 1945 sei es zu keiner Zeit so wichtig gewesen wie jetzt, sich für die Freiheit der Wissenschaft einzusetzen. 

Jan S. Hesthaven, Präsident des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) © Uli Deck/dpa

KIT-Präsident Jan S. Hesthaven, seit Oktober im Amt, nannte als größte Herausforderung die Geschwindigkeit, in der Lösungen gefunden werden müssten - ohne dass die Gesellschaft gespalten werde. Wichtig sei es, an demokratischen Werten wie Vielfalt, Offenheit und Respekt festzuhalten.

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Mehr Start-ups nötig 

Als „Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ beschäftigt das KIT rund 10.000 Menschen. 22.800 Studierende lernen in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Wichtig sei der Austausch mit anderen wissenschaftlichen Institutionen, sagte der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler. Gerade der europäische Wissenschaftsraum müsse gepflegt, aber auch die Verbindung etwa nach China aufrechterhalten werden.

Zudem müsse das Wissen in Deutschland verwertet werden, sagte Wiestler. Daher sollten gerade junge Menschen stärker motiviert werden zu gründen. Hierfür sei Förderung vom Staat und privaten Geldgebern nötig.

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