Elektromechanik
ebm-papst verfehlt knapp Vorjahresumsatz
Die ebm-papst Unternehmensgruppe, Hersteller von Ventilatoren und Motoren, schloss das zum 31. März endende Geschäftsjahr mit einem Umsatzerlös von 1,349 Mrd. Euro (Vorjahr 1,377 Mrd. Euro) ab. Als Gründe für den leichten Rückgang von 2 % nennt Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung, die generelle weltweite Marktberuhigung sowie den sektoralen Einbruch bei der Photovoltaik-, Reinraum-, sowie IT-/Telekommunikationsindustrie.
In den letzten drei Jahren war ebm-papst in Summe um 37 % gewachsen. Im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus von knapp 6,5 % auf 1,437 Mrd. Euro. Die weltweiten Bestände bei den Kunden seien in den letzten Monaten deutlich gesunken und seit Januar stellt das süddeutsche Unternehmen eine stetige Erholung von Auftragseingang und Umsatz fest. Rainer Hundsdörfer: „In der Vergangenheit kamen Impulse vielfach aus Deutschland. Durch Vernetzung und Kompetenzerhöhung streben wir eine Entwicklung unserer weltweiten Standorte zu gleichwertigen Partnern mit höherer Eigenständigkeit an. Damit werden die Markt- und Wachstumspotentiale insbesondere in Asien sowie Nord- und Südamerika besser erschlossen.“
Die ersten wichtigen Weichen in diese Richtung wurden im vergangenen Geschäftsjahr gestellt. So wurde beispielsweise ein Entwicklungszentrum in Shanghai eröffnet. Weiterhin befinde sich der Standort Herbolzheim im Ausbau zum Hochtechnologiezentrum für anspruchsvolle Automobil-Produkte mit hohem Automatisierungsgrad (Investitionen von rund 35 Mio. Euro). Und nicht zuletzt habe die Akquisition des Getriebespezialisten Zeitlauf der ebm-papst-Gruppe ermöglicht, zum Systemanbieter im Bereich Antriebstechnik zu werden.
Die Umsatzentwicklung im Detail
Schwach zeigte sich Hundsdörfer zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des starken Low-Cost-Wettbewerbs aus Asien sowie durch Umsatzrückgänge westlicher Kunden insbesondere die IT/Telekommunikationsindustrie inklusive der Photovoltaikindustrie mit -23,4 % zum Vorjahr. Rückläufig waren auch die Segmente Maschinen- und Anlagenbau (-5,0 %), Automotive/Verkehr (-4, 8%), Luft- und Klimatechnik (-2,8 %), sowie die Hausgerätetechnik (-1,2 %). Auf Wachstumskurs hingegen befand sich das Geschäftsfeld Kältetechnik (+7,2 %). Positiv entwickelten sich zudem die Heiztechnik (+3,6 %) sowie das Distributionsgeschäft (+3,7%).
Regional gesehen blieb der Umsatzanteil in Deutschland mit 28 % weitgehend stabil. Insgesamt setzte ebm-papst hier 377 Mio. Euro um (Vorjahr 386 Mio. Euro / -2,3 %). Der Umsatz in Europa (exklusive Deutschland) nahm um 2 Mio. Euro auf 594 Mio. € zu. In Asien wurde aufgrund des Einbruchs im Reinraum- und der IT-/Telekommunikationsindustrie ein Umsatz von 202 Mio. Euro (Vorjahr 220 Mio. Euro / - 8,2 %) erzielt. Auf dem amerikanischen Kontinent sank der Umsatz leicht um 2,2 % auf 175 Mio. Euro (Vorjahr 179 Mio. Euro).












