
© Fraunhofer-Institut für Physikalische messtechnik
Einen Beitrag zur Qualitätssicherung von Laserschweißprozessen leistet die prämierte Entwicklung von Andreas Blug (mittig, Fraunhofer IPM), Felix Abt (li., Institut für Strahlwerkzeuge der Universität Stuttgart) und Leonardo Nicolosi (Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik an der TU Dresden): Die drei Projektpartner präsentierten ihre neuartige Laserschweiß-Sensorik, links am Arm eines Industrieroboters. Eine neuartige Kamera ist hier im Einsatz, die koaxial mit dem Laserstrahl direkt in die Dampfkapillare des Schweißprozesses blickt. Sie schießt bis zu 14.000 Bilder pro Sekunde. Ein sogenanntes 'zellulares neuronales Netzwerk' verarbeitet die Information. Die Laserleistung bei Prozessschwankungen - wie etwa bei verschmutzter Laseroptik, Vorschubschwankungen oder veränderter Fokuslage - passt sich so erstmals in Bruchteilen einer Millisekunde an. Die Qualität der Schweißverbindung verbessert sich, weil weniger Leistungsüberschüsse und somit Schweißrauch und Spritzer anfallen. Auch der Energieeinsatz fällt um rund fünf Prozent.