ARC-Studie über Visualisierung/Scada
Markt für HMI-Software eingebrochen
2009 ist der Markt für Human-Machine-Interface-Software weltweit um etwa 20 Prozent zurückgegangen. Das meldet das Analystenhaus ARC Advisory Group und prognostiziert für 2010 eine „schwarze Null“.
Von dem Umsatzeinbruch betroffen waren selbst Wachstumsmärkte wie China, Indien und Brasilien. Insgesamt betrug das Marktvolumen 2009 knapp 850 Millionen US-Dollar. Damit brachen im Krisenjahr 2009 die Märkte für HMI-Software beinahe parallel mit den Industrie PCs - inklusive Panel PCs - und Operator Panels ein.
„Und das Marktwachstum wird in 2010 kaum über eine schwarze Null hinauskommen", fasst ARC-Analyst Florian Güldner die kurzfristige Prognose zusammen. Über die nächsten Jahre geht ARC von einem Wachstum von etwa sieben Prozent auf rund 1,2 Mrd. US-Dollar in 2014 aus. Vorrangig wird das Thema der Migration von Altsystemen auf neue Systeme wie Windows 7 eine wichtige Rolle spielen.
Die Zukunft des HMI-Markts wird dabei stark von Microsofts Windows 7 geprägt. „Im Gegensatz zu Vista, das nie wirklich im Markt akzeptiert wurde, trifft Windows 7 den Nerv der Automatisierer," sagt Güldner in der ARC-Studie "Human Machine Interface Software and Services - Worldwide Outlook".
HMI-Systeme werden bereits heute größtenteils als Client-/Server-Multi-Tasking-Plattform aufgesetzt. Das macht eine Migration der älteren Systeme auf Windows 7 teilweise erforderlich. Der Markt für die kleinere Systeme wie PDAs, Smartphones oder kostengünstige HMI-Terminals wird zunehmend von den Windows CE-Systemen dominiert. Das Marktwachstum war bei Herstellern mit einer Ausrichtung auf den Building-Automation-Markt am größten. Hier haben viele Gebäudeautomatisierer ihre bisher selbst entwickelten Lösungen durch Komplettlösungen ersetzt.










