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Artikel und Hintergründe zum Thema

GTI-Control

Lukas Dehling,

Kleinere Anwendungen, mehr Daten

GTI-Control sieht einen erhöhten Bedarf an HMIs für kleine Anwendungen – und entgegnet der Nachfrage mit einem Web-HMI für Embedded-Linux-Controller. Matthias Kolmer erläutert die Funktionsweise und stellt weitere Neuerungen vor.

Matthias Kolmer, Produktmanager bei GTI-Control ist überzeugt: "Der Bedarf an HMIs für kleine Anwendungen wird weiter steigen – dabei müssen die Geräte aber immer mehr Daten verarbeiten."

© GTI-Control

Herr Kolmer, ihre HMI-Lösung eignet sich für kleinere Anwendungen. Sehen Sie hier einen erhöhten Bedarf im Markt und können Sie ein typisches Einsatzszenario nennen?

Kolmer: Der Bedarf ist in den vergangen Jahren ständig gestiegen und wird auch weiter steigen, da immer preisgünstigere Embedded-Geräte auf dem Markt zu finden sind. Gleichzeitig wurden allerdings auch die Aufgaben dieser Controller immer komplexer, da immer mehr Daten verarbeitet werden müssen. Dies führt dazu, dass zur Konfiguration der Controller umfangreiche Oberflächen benötigt werden – wofür sich unser Produkt eignet. So hat GTI-Control etwa Procon-Web auf einem Achscontroller portiert, um eine Konfigurations- und Diagnoseoberfläche zu bieten.

Warum setzen Sie dabei ausgerechnet auf einen Linux-Controller?

Kolmer: Vor allem bei kleineren Maschinen werden kostengünstigere IPCs oder Controller eingesetzt die häufig mit Linux ausgestattet sind. Mit unserem Produkt wollen wir auch für solche Anwendungen eine Lösung bieten und dem Kunden nicht vorschreiben, welche Hardware beziehungsweise Systemumgebung er einsetzen soll.

Was gibt es sonst neues im Bereich ihrer Web-HMI?

Kolmer: Wir bieten mit Procon-Web eine projektierbare HMI-Lösung an, dessen Backend auf unterschiedliche Plattformen portiert werden kann. So stellt sich die Projektierungsoberfläche durch Wahl des Targets automatisch auf die spezifischen Eigenschaften des Zielsystems ein.

In der Standardversion laufen unsere Web-Services unter Windows. Die Funktionalität der Services – wie zum Beispiel Prozessvariablen lesen oder schreiben – kann jedoch auch auf beliebigen anderen Systemen umgesetzt werden. Die meisten Funktionen der Schnittstelle zum Frontend (Client) sind optional. So kann auch eine Teilportierung stattfinden. Ein großer Vorteil ist, dass der Kunde bei einer Portierung seine eigenen Bedürfnisse berücksichtigen und seine bisherige Lösung in großen Teilen wiederverwenden kann.

Warum nutzen Anwender Web-HMIs anstatt einer konventionellen?

Kolmer: Eine konventionelle HMI ist im Normalfall auf ein Betriebssystem wie beispielsweise Windows begrenzt. Eine Web-HMI, sofern sie keine Plugins wie zum Beispiel Flash verwendet, ist Client-Seitig plattformunabhängig. Es ist somit leicht möglich, Oberflächen auch für Smartphones und Tablets für den Kunden bereitzustellen. Durch das Engineering-Tool von Procon-Web wird der Anwender zusätzlich unterstützt, optimierte Oberflächen für diese Geräte bereitzustellen.

Was machen Sie konkret, um die Daten ihrer HMIs zu sichern?

Kolmer: Wir setzen auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Es setzt sich zusammen aus einer Benutzeranmeldung, einer serverseitigen Rechteüberprüfung sowie Verschlüsselung der Kommunikation über HTTPS. Durch eine serverseitige Rechteüberprüfung wird beispielsweise die JavaScript-Manipulation unterbunden.

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