Web-Visualisierung mit Silverlight
Kinderkrankheiten kuriert
Mit der Integration von Microsofts Silverlight 2.0 in die Visualisierungs-Plattform Webfactory 2006 beginnt für Geschäftsführer Bernhard Böhrer eine neue Zeitrechnung in der SCADA/HMI-Welt.
Silverlight-Protagonist Bernhard Böhrer: „Die Integration von Silverlight 2.0 in Visualisierungssysteme wie Webfactory verändert das Look&Feel von Maschinen und Anlagen.“
Die Version 1.0 der Webpräsentationstechnologie Silverlight hatte ihre Macken. „Beispielsweise war es anfangs nur möglich Silverlight-Szenen über Script-Befehle zu animieren und es gab Probleme, diese in eine HTML-Seite zu integrieren“, bestätigte Webfactory-Geschäftsführer Bernhard Böhrer am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Er muss es wissen, schließlich haben seine Entwickler bereits Ende 2007 die Microsoft-Technologie in das webbasierte SCADA/HMI-Tool Webfactory 2006 implementiert.
Mit der seit Oktober verfügbaren Version 2.0 von Silverlight sind diese Kinderkrankheiten passe. „Implementiert in die aktuelle Version 2.0 unserer Webfactory-Software sind der Gestaltung von Prozessvisualisierungen nun keine Grenzen mehr gesetzt“, so Böhrer. Anwendungen können ohne zusätzlichen Installationsaufwand und ohne Anpassungen direkt im Intranet und auch im Internet verwendet werden.
Für die Applikationserstellung stehen die Entwicklungsumgebung Microsoft Expression Studio zur Verfügung, das von Webfactory um spezielle Funktionen erweitert wurde. Beispielsweise stehen umfangreiche, branchenspezifische und mit eigenen Controls erweiterbare Symbolbibliotheken zur Verfügung. Sie bilden die Grundlage für projektübergreifende und wieder verwendbare Silverlight-Szenen. Daraus werden mit Hilfe von Microsoft Expression Web dann die webbasierten Prozessvisualisierungen zusammengesetzt.
„Außerdem haben wir ein Tool für die Prozessanbindung implementiert, mit dem sich die für die Animation notwendigen Steuerungsvariablen und Tags einfach integrieren lassen“, betont Böhrer die Einsatzreife seiner Lösung.
Die einzelnen Silverlight-Szenen lassen sich in Bibliotheken zusammenfassen und in künftigen Projekten wieder verwenden und erweitern. Da die Szenen aus vektorbasierten Grafikelementen bestehen, gibt es bei der automatischen Anpassung an verschiedene Bildschirmauflösungen keine Qualitätsverluste. Microsoft Expression Studio unterstützt den Import nahezu aller Grafikformate, beispielsweise von CAD-Systemen wie AutoCAD oder von Grafik-Editoren wie Adobe Illustrator. Alle Grafikobjekte bleiben bei der Übernahme erhalten und lassen sich animieren, bei Bedarf auch in 3D. Die Silverlight-Szenen laufen neben den Windows-Betriebssystemen von Microsoft auch unter Apples MacOS und unter Linux. Browserseitig werden Internet Explorer, Firefox und Safari unterstützt.
Weiterhin steigert bei der neuen Version des Scada-Systems verwendetet Microsoft SQL Server 2008 Express die Performance - speziell bei größeren Datenbanken. Und neben der OPC-Client-Schnittstelle gibt jetzt Treiber für die Bussysteme BACNet, Beckhoff-ADS und Modbus.










