Macio und Linotype
HMI-Konzept verkraftet exotische Schrift-Fonts
Die Firmen macio und Linotype haben mit Janus eine Software entwickelt, die exotische Schriften auch auf kleinen Displays ohne „pixeln“ visualisiert.
Der Janus genannte Prototyp einer grafischen Benutzeroberfläche basiert auf "iType". Diese Technologie der Linotype-Muttergesellschaft Monotype Imaging ermöglicht die skalierbare Darstellung von Schriften, die wiederum Linotype zur Verfügung stellt. Mit der Kombination von Fonttechnologie und -design gelingt es, deutlich lesbare Buchstaben und Zeichen selbst auf sehr kleinen Displays darzustellen. Im Gegensatz zu pixelbasierten Fonts (Bitmaps) bestehen die Schriften aus Vektoren, was auch den Speicherbedarf erheblich reduziert. Die Integration von iType und das Design von Janus stammen von macio.
Mit dem Prototyp zeigen die beiden Unternehmen, wie eine sichere und zuverlässige Bedienung über kleine Displays aussehen kann. Gleichzeitig demonstrieren sie exemplarisch in sechs Sprachen, dass sich die Anforderungen verschiedener Kulturräume unter einer Benutzeroberfläche vereinen lassen. Bei der Umsetzung von Software-Internationalisierungsprojekten können Geräte- und Maschinenhersteller dadurch die Entwicklungskosten reduzieren und eine größere Akzeptanz von Seiten der Anwender erzielen.
Die kulturellen Unterschiede bereiten oft Probleme
Die Benutzeroberflächen kleiner Bildschirme sind häufig ausschließlich mit Blick auf ihre technische Funktionalität gestaltet. Dabei ist es für eine sichere und zuverlässige Bedienung der angeschlossenen Geräte wichtig, dass die Informationen verständlich und gut lesbar sind. Bei der Internationalisierung von Steuerungssoftware für den globalen Markt stehen Hersteller vor zwei Herausforderungen: die Übersetzung in die entsprechenden Landessprachen und die Anpassung der Bildsprache an die kulturellen Eigenheiten des Zielmarkts.
Für eingebettete Systeme müssen die Bildschirmanweisungen auch in kleinen Schriftgrößen noch gut lesbar sein – speziell bei asiatischen Schriftzeichen eine Herausforderung. Mindestens ebenso wichtig: In anderen Kulturen werden Farben, Formen und Symbole anders wahrgenommen und interpretiert. Zum Beispiel bedeutet der zu einem Ring geformte Daumen und Zeigefinger in Europa "okay", in Japan steht dieses Symbol für "Geld". All dies erfordert die Entwicklung eines flexiblen Designs, das individuell an die verschiedenen Nutzergruppen angepasst werden kann.










