ABB Deutschland

Stefan Kuppinger,

Durchwachsene Halbjahres-Bilanz

In einem weiterhin unsicheren wirtschaftlichen Umfeld spürt ABB Deutschland eine konjunkturelle Belebung im kurzzyklischen Geschäft. Dennoch, Auftragseingang und Umsatz waren im ersten Halbjahr 2010 rückläufig.

Peter Smits, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa: „Die positive Entwicklung bei den Basisaufträgen stimmt uns optimistisch, dass ABB bei den kurzzyklischen Produkten die Talsohle durchschritten hat.“

Insgesamt ist der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreswert von 1,67 Mrd. Euro um sechs Prozent auf 1,56 Mrd. Euro gesunken. Allerdings zeigt sich bei den sogenannten Basisaufträgen mit einem Volumen unter 15 Mio. US-Dollar eine positive Tendenz. Hier verzeichnete ABB einen Zuwachs von sieben Prozent. Die Großaufträge (über 15 Mio. US-Dollar Umsatz) liegen jedoch noch unter dem Vorjahreswert. Im Juli, also zu Beginn des zweiten Halbjahres, konnte ABB einen Großauftrag in Höhe von etwa 700 Mio. US-Dollar für die Netzanbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee verbuchen.

Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten 2010 um neun Prozent auf 1,47 Mrd. Euro zurück (Halbjahr 2009: 1,61 Mrd. Euro). Die Ursache hierfür ist vor allem der geringere Auftragseingang aus dem Jahr 2009. Trotz der verhaltenen Entwicklung bei Auftragseingang und Umsatz konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht gesteigert werden. Zum 30. Juni 2010 beschäftigte die deutsche ABB etwa 10.300 Mitarbeiter, fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Großauftrag für das Stromübertragungs-System in der Nordsee vom Übertragungsnetzbetreiber Transpower ist ein Beispiel für einen der Geschäftstreiber von ABB, die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Insbesondere besteht Bedarf am Aufbau intelligenter Netze, sogenannter Smart Grids. Sie sind Voraussetzung, um erneuerbare Energien effizient und sicher in die bestehenden Verbundnetze zu integrieren. In die intelligenten Netze der Zukunft bringt ABB ihr gesamtes Portfolio ein - von der Energie- bis zur Automationstechnik.

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