zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Radar-Sensor

Die eigene Hand als Interface

Knöpfe und Tasten werden überflüssig. Die 'Soli'-Radartechnik von Google ATAP und Infineon ermöglicht die Steuerung von Geräten per Handbewegung. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in Mountain View, USA, wurden zwei Prototypen vorgestellt.

Die 'Soli'-Radartechnik eignet sich für Home-Entertainment, Mobil-Geräte und das Internet der Dinge.

© PeopleImages

Präzise Bedienung ohne Knöpfe, Schalter und Tasten, stattdessen sind die eigenen Hände das einzig nötige Interface. Auf diesem Konzept basiert das Projekt »Soli« von Google ATAP. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O wurden erstmals zwei Prototypen vorgestellt, die auf diese Weise funktionieren. Über kleinste Handbewegungen können die Prototypen – ein Lautsprecher von Harman und eine Smartwatch von LG Electronics  – bedient werden. Je nachdem in welche Richtung die Finger gerieben oder zusammengedrückt werden, kann die Lautstärke des Geräts variiert, weitergescrollt oder alles abgeschaltet werden. Möglich wird das durch Radartechnik. Die Grundlage bilden Radarchips von Infineon und die Software sowie Interaktions-Konzepte von Google ATAP.

Der Sensor arbeitet mit 60 GHz und kann feine Bewegungen in hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit wahrnehmen und unterscheiden – bei bis zu 10.000 Frames pro Sekunde. Um das zu erreichen, musste das Team die traditionelle Funktionsweise der Radar-Technik neu interpretieren. Um die Bewegungen der Hand auf kurzer Entfernung erkennen zu können, sendet der Soli-Sensor elektromagnetische Wellen in einem breiten Radar-Strahl aus. Objekte zerstreuen und reflektieren den Strahl teilweise, was von einer Radar-Antenne aufgenommen wird. Die zurückgeworfenen Signale werden analysiert und geben zum Beispiel Informationen über die Größe, Form, das Material, Distanz und die Bewegung.

Laut Infineon und Google ATAP eignet sich die »Soli«-Radartechnik für Märkte wie Home-Entertainment, Mobil-Geräte sowie Anwendungen für das Internet der Dinge. »Ausgereifte Algorithmen, die Bewegungs- und Berührungsmuster nachzeichnen, sowie winzige, hoch integrierte Radarchips können eine Vielzahl von Anwendungen ermöglichen« erläutert Andreas Urschitz, Leiter der Division Power Management & Multimarket bei Infineon.

Neben den Audiogeräten und Smartwatches wollen die Entwickler auch neue Möglichkeit für Augmented Reality und das Internet der Dinge erschließen.  

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kontron

Vorstand erweitert

Kontron erweitert den Vorstand um Philipp Schulz und Dr. Johannes Fues. Schulz wird als COO den Geschäftsbereich Aerospace und Nordamerika verantworten, Dr. Fues übernimmt die Position des COO für den Geschäftsbereich GreenTec.

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren