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Artikel und Hintergründe zum Thema

Erst IoT und KI machen es interessant

Das faltbare Display von Samsung

Nach 'Royole FlexPai' stellt auch Samsung nun seine ersten Konzepte für faltbare Smartphones vor. Dabei macht das Unternehmen allerdings deutlich, dass es wichtiger ist, IoT und KI schnell in die Entwicklergemeinde zu bringen.

Koh Dong-jin, President der IT & Mobile Communications Division von Samsung: "Wir sind stolz auf unsere Fortschritte auf den Feldern IoT und KI. Erst damit können wir unsere Vision vom vernetzten Leben tatsächlich Realität werden lassen – erst damit kann das neue faltbaren Display sein volles Potenzial ausspeilen."

© Samsung

“Das faltbare Mobiltelefon öffnet eine neue Welt”, sagte Koh Dong-jin, President der IT & Mobile Communications Division von Samsung Electronics auf der ‘Samsung Developers Conference’ im Moscone Center in San Francisco. “Aber wir können nicht einfach abwarten und zuschauen, wo uns die Technik wohl hinführen wird. Deshalb bieten wir den Entwicklern eine neue Plattform um ihre Ideen umzusetzen.” Es geht also bei weitem nicht nur um das neue faltbare Smartphone mit flexiblem Display, ‘Infinity Flex Display’ genannt.

Ein solches hatte übrigens fünf Tage zuvor schon das chinesische Start-up-Unternehmen Royole als erste Firma der Welt vorgestellt.

Samsung machte auf seiner Developers Conference deutlich, dass es wohl nicht darum gehen könnte, die eine oder andere Hardware ein paar Tage früher oder später anzukündigen. Es war gerade nicht die Absicht des Unternehmens, das neue ‘Infinity Flex Display’ – so interessant es an sich ist – in den Vordergrund zu stellen.

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Thema KI viel wichtiger

Viel wichtiger ist Samsung das Thema KI und wie die Technik zum Nutzen der Endkunden eingesetzt werden kann. Da spielt die Hardware – wie das neue faltbare Smartphone – eine wichtige Rolle, aber eben nicht die Hauptrolle. Sie gebührt der über Spracheingabe arbeitende KI-Plattform ‘Bixby’, bei der es sich um eine Erweiterung der IoT-Plattform ‘Smart Things’ handelt, sowie dem neuen ‘One UI’.

‘One UI’ ist besonders auf das neue faltbare Smartphone zugeschnitten: Es handelt sich um eine intuitive Schnittstelle, über die es schlussendlich im täglichen Gebrauch sein Potenzial ausspielen kann, erst dann kann das ‘Infinity Flex Display’ mehr tun als ein herkömmliches Smartphone: Die Benutzeoberfläche »One UI« sorgt dafür, dass auf beiden Bildschirmhälften – sobald sie zusammen gefaltet sind – jeweils unterschiedliche Inhalte wiedergeben können und dass sie sich als getrennte Bildschirme verwenden lassen. So kann es der Besitzer weiter einhändig bedienen, wie er es von den herkömmlichen Smartphones gewohnt ist. Entfaltet er es auf volle Größe, so passt sich die Wiedergabe nahtlos an, verschiedene Funktionen können weiter parallel ablaufen, die Größe der auf dem Bildschirm dargestellten Inhalte passen sich automatisch an.

Bei dem Bildschirm selber, dem ‘Infinity Flex Display’,  handelt es sich um ein AMOLED, das mit einem flexiblen Material anstelle des Glases beschichtet ist, so dass das Display laut Samsung zehntausende von Faltungen überleben kann. Samsung will das ‘Infinity Flex Display’ und ‘One UI’ im Januar auf den Markt bringen, nachdem es auf den Smartphones der Typen Galaxy S9, S9+ und Note 9 in Korea und den USA getestet wurde.

So bindet Samsung das 'Infinity Flex Display' in die IoT-Welt ein

‘Bixby’ war ursprünglich als intelligente Schnittstelle entstanden, um das Smartphone über Sprache steuern zu können. Jetzt hat Samsung das System zum ‘Bixby Developer Studio’ ausgebaut. Diese Umgebung soll es den Entwicklern erlauben,  Intelligenz in ihre Geräte und Services zu bringen. So können sie ‘Bixby Capsules’ erstellen, also auf den Geräten Funktionen und Services laufen lassen, zu denen die Anwender über den ‘Bixby Marketplace’ einfach Zugang erhalten. Die ‘Bixby Capsules’ lassen sich von Smartphones auf Fernseher und andere Geräte im Haus anpassen, die zum Ecosystem von Samsung gehören. Um den Entwicklern in Europa das Leben einfacher zu machen, wird Samsung das ‘Bixby Developer Studio’ in den Sprachen britische Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch anbieten.

Über die IoT-Plattform ‘SmartThings’ – Samsung nennt sie ein offenes Iot-Ecosystem –  will Samsung die vielen “Dinge” auf einer Plattform vernetzen. Sie hat das Unternehmen um neue Werkzeuge zum ‘SmartThings Developer Workspace’ erweitert. Dazu gehören ‘Cloud Connector’, ‘SmartThings Device Kit’ und ‘SmartThings Hub Connector’. Hier lassen sich neue Geräte und Dienste aufbauen, es können beispielsweise auch über ZigBee- und Z-Wave-verbundene Geräte integriert werden. Über das Zertifizierungsprogramm von ‘Works with SmartThings’ (WWST) können die Entwickler mit SmartThings-Experten zusammen arbeiten.  “»Wir sind stolz auf unsere wirklich bedeutenden Fortschritte auf den Feldern  IoT und KI. Erst damit können wir unsere Vision vom vernetzten Leben tatsächlich Realität werden lassen”, sagte Koh. “Mit Bixby und SmartThings öffnen wir ein neues Kapitel: die Entwickler können jetzt die Geräte und Dienstleistungen Dritter in die IoT- und KI-Plattformen integrieren und auf ihre Bedürfnisse skalieren.”

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