Bosch Connected Industry
SPS-unabhängige HMI-Software
Mit der Lösung ‚HMInow‘ können Maschinenbauer und -betreiber Bedienoberflächen schneller und konsistenter erstellen. Erste Anwendungen zeigen laut Bosch Connected Industry eine Zeitersparnis von rund 38 %.
Bosch Connected Industry hat mit ‚HMInow‘ eine Software zur Erstellung von Human-Machine-Interfaces (HMI) vorgestellt. Die Lösung ist unabhängig von der eingesetzten Steuerung (SPS) nutzbar und soll den Aufwand bei der HMI-Entwicklung deutlich reduzieren.
HMInow basiert auf einer Bibliothek vordefinierter Standardansichten und Bedienelemente, darunter Buttons, Diagramme und Achssteuerungen. Diese können per Drag-and-Drop in eine Visualisierung eingefügt werden. Die Anbindung an die SPS erfolgt über OPC UA oder herstellerspezifische native Protokolle.
Die Software greift dabei auf vorbereitete SPS-Strukturen zurück, sodass keine zusätzlichen Programmierkenntnisse erforderlich sind. Entwickler können eigene Vorlagen und Standardelemente anlegen, die für künftige Projekte wiederverwendet werden. Dadurch lassen sich HMI-Oberflächen schneller und konsistenter erstellen.
Fertiggestellte HMIs laufen vollständig webbasiert und sind über verschiedene Endgeräte – von stationären Panels bis hin zu mobilen Geräten – nutzbar. Das responsive Design passt sich automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen an.
Alle Projekte werden in einem offenen, HTML-basierten Dateiformat gespeichert. Dies erleichtert die Integration in Versionsverwaltungssysteme und ermöglicht die parallele Bearbeitung durch mehrere Entwickler. Bosch sieht darin auch die Grundlage für künftige KI-gestützte Funktionen.
Für den Einstieg stehen verschiedene Lizenzpakete von S bis XL zur Verfügung, die sich nach der Anzahl der Variablen und Endgeräte staffeln. Damit sollen sowohl kleine Maschinenbauer als auch größere Betreiber adressiert werden.
Ergebnisse aus Pilotprojekten
Nach Unternehmensangaben wurden bei ersten Anwendungen mit HMInow im eigenen Haus 38 % weniger Zeit für die Erstellung von Bedienoberflächen benötigt. Drei Pilotkunden setzen die Software bereits produktiv ein.










