Saia Burgess Controls

Günter Herkommer,

Bedienen mit Haptik-Unterstützung

Heutige Geräte zum Bedienen und Beobachten liefern in der Regel ein optisches Feedback. Saia Burgess verfolgt die Vision, darüber hinaus auch die Haptik in die Geräte zu integrieren - sprich dem Bediener ein taktiles Feedback zu geben.

„Feel the machine“ -– Unter diesem Motto steht die Entwicklung künftiger HMI-Systeme bei der Schweizer Firma Saia Burgess Controls. Konkret verfolgt das Unternehmen aus dem Schweizerischen Murten zwei Stoßrichtungen: Zum einen das Konzept eines Dreh-Drück-Stellers - also eine Art Joystick mit haptischem Feedback - für die Maschinenbedienung.

Peter Steib, Saia Burgess: „Wer wissen will, wie sich eine haptische Touch-Bedienung anfühlt, hat bei uns auf dem Messestand die Gelegenheit dazu.”œ

Damit lassen sich zum Beispiel Verfahrbewegungen sehr ‚feinfühlig’ von Hand steuern beziehungsweise der Bediener spürt, wenn er auf einen Widerstand fährt. Ein zweiter Ansatz besteht im Haptik-Touch, das heißt Touch-Screens, die bei Berührung durch Vibration das Gefühl einer echten mechanischen Tastatur vermitteln. Laut Peter Steib, HMI-Spezialist bei Saia Burgess, hätten Untersuchungen gezeigt, dass mit haptischen Touch-Screens die Fehlerrate bei Eingaben wesentlich niedriger ausfällt.

In rauen Umgebungen mit lauter Geräuschkulisse könne dem Bediener mit dieser Technologie zudem ein spürbares Feedback gegeben werden - ein Umfeld bei dem die herkömmlichen akustischen Methoden versagen. Auch sei eine Bedienung mit Handschuhen dank Haptik wesentlich sicherer, so Steib.

Was die haptischen Touch-Panels betrifft, befindet sich Saia Burgess bereits in der Erprobungsphase mit ausgesuchten OEM-Kunden. Auf die Frage, mit welchen Mehrkosten die neue Technik verbunden ist, entgegnet Steib: „Generell wollen wir die Haptik-Funktion nicht als teure Zusatzoption vermarkten, sondern gehen davon aus, dass Haptik Standard wird“. In der jetzigen Phase muss allerdings noch mit etwa 100 Euro Mehrpreis gerechnet werden; nach der Erprobung sollen die Kosten jedoch markant sinken.

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