Bosch Rexroth

Davina Spohn,

Neues Werk in China geht in Betrieb

Ein weiteres Fertigungswerk im Osten Chinas hat Bosch Rexroth aus der Wiege gehoben. Ein neues F&E-Zentrum soll auch die Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Entwicklung vor Ort intensivieren.

Mit dem jetzt in Betrieb gegangenen Fertigungswerk im chinesischen Wujin setzt Bosch Rexroth seine 'local for local-Strategie' fort. Das deutsche Unternehmen geht davon aus, dass China im kommenden Jahrzehnt deutlich höhere Wachstumsraten als Europa und Amerika erreichen wird.

© Bosch Rexroth

Rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt das neue Werk von Bosch Rexroth in Wujin, einem Stadtbezirk in der chinesischen Provinz Jiangsu im Osten der Volksrepublik. Sie fertigen Komponenten und Systeme der Hydraulik, Lineartechnik sowie Pneumatik auf einer Fläche von rund 70.000 m2. Gemäß seiner 'local for local-Strategie' will Bosch Rexroth in Wujin zudem ein F&E-Zentrum für industrielle Anwendungen etablieren: "Ingenieure entwickeln hier im Land auf Basis der Produktplattformen aus Deutschland regionale Varianten, die den Anforderungen der Kunden vor Ort entsprechen sollen", führt Fo Wai Lau, Geschäftsführer der chinesischen Niederlassung an.

Einen Schwerpunkt bilden etwa Systemlösungen für eine höhere Energieeffizienz: Bosch Rexroth gibt an, dass Maschinenkonzepte, die in enger Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern entwickelt würden, bis zu 50 Prozent weniger Energie bei gleicher Produktivität verbrauchen.

Die Anlage in Wujin ist Teil der globalen Wachstumsstrategie von Bosch Rexroth. Seit 30 Jahren ist das deutsche Unternehmen in China präsent und hat dort mit mittlerweile 3.900 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von fast einer Milliarde Euro erzielt. Das Geschäftsvolumen ist nach eigener Aussage seit 2005 um das Vierfache angewachsen. Auch die Kapazitäten in Nord- und Südamerika, Ostereuropa und Indien konnte Bosch Rexroth erweitern. "Wir streben eine ausgeglichene Umsatzverteilung zwischen den Märkten der Triade an, um regionale Schwankungen besser ausgleichen zu können", erklärt Dr. Bertram Hoffmann, Mitglied des Vorstandes von Bosch Rexroth. Durch diese Aktivitäten vor Ort verspricht sich das Unternehmen zusätzliche Marktsegmente, die von Deutschland aus nicht erreichbar wären – "das sorgt langfristig auch für eine höhere Auslastung in den deutschen Werken", ist sich Hoffmann sicher.

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