Rennwagen-Konstruktionswettbewerb
Neuer Rekord für 'Formula Student Germany'
Der internationale Konstruktionswettbewerb 'Formula Student Germany' steht wieder in den Startlöchern: Mit 198 Mannschaften aus 37 Ländern wollen mehr als zuvor an dem Wettbewerb am Hockenheimring teilnehmen. Doch nur 115 Teams können sich mit ihren Rennboliden für einen Startplatz registrieren. Technisches Know-how und Schnelligkeit entscheiden.
Bei der Formula Student Germany starten wie im vergangenen Jahr 40 Teams mit ihrem elektrisch angetriebenen Fahrzeug in der Kategorie 'Formula Student Electric'. Davon sind in diesem Jahr 30 Teams allein aus Deutschland mit dabei. 30 weitere Mannschaften stehen auf der Warteliste - sieben mehr als noch 2013. Damit unterstreicht der Konstruktionswettbewerb die steigende Bedeutung nachhaltiger Mobilität, so der VDI, ideeller Träger und Sponsor des Nachwuchswettbewerbes. Immer mehr Mannschaften, vor allen von deutschen Hochschulen, wollen sich mit einem Elektroantrieb der Aufgabe stellen, in Eigenregie einen Rennwagen-Prototypen für einen nicht-professionellen Wochenend-Rennfahrer zu konstruieren.
Auf einen herkömmlichen Verbrennungsmotor wollen dagegen in diesem Jahr insgesamt 128 Teams bauen. Wie 2013 können sich nur 75 davon in der zweiten Wettbewerbskategorie 'Formula Student Combustion' für einen Startplatz registrieren. Die Mannschaften kommen in diesem Jahr aus Indien, China, Ecuador, Thailand und Russland und Deutschland. Die restlichen 53 Teams müssen auf der Warteliste verharren.
Die Auswahl, wer einen Startplatz ergattern kann und wer sich vorerst mit der Warteliste begnügen muss, findet im Rahmen eines Online-Quizes statt. Bei diesem müssen die Teams auf Zeit Multiple-Choice-Fragen zum Regelwerk und zu fahrzeugtechnischen Sachverhalten beantworten. Eine Aufstockung der Startplätze in beiden Wettbewerbskategorien ist aus organisatorischen Gründen vorerst nicht angedacht, so Event-Manager Daniel Mazur.
Beim Rennen im Sommer wird das Gesamtpaket entscheidend sein. Nicht nur das Abschneiden der Eigenkonstruktionen auf der Rennstrecke gibt den Ausschlag für den Sieger. Auch Design, Kostenplanung und Geschäftsmodell müssen die Jury aus Industrie und Wirtschaft überzeugen. In Augenschein nimmt sie zudem die Fahrzeugeigenschaften, wie Fahrdynamik, Handling, Beschleunigung, Ausdauer und Kraftstoff-/Energieverbrauch. Im vergangenen Jahr taten sich insbesondere das niederländische Team der TU Delft und das deutsch-amerikanische Gemeinschaftsteam der dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und der Oregon State University hervor, wie unsere Bilderstrecke zeigt.
"In beiden Wettbewerben sammeln die jungen Ingenieure bereits während des Studiums wichtige praktische Erfahrungen für das spätere Berufsleben", so Thomas Albrecht, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik. Ein Konzept, das auch Unterstützung aus der Wirtschaft erfährt: Neben dem VDI engagieren sich auch Audi, Autodesk, BASF, BMW, Bosch, Brunel, Continental, Daimler, Dekra, Etas, Harting, Henkel, IAV, Mahle, MAN, MathWorks, Porsche, PTC, SKF, Tognum sowie VW und ZF.










