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Artikel und Hintergründe zum Thema

Energieeffiziente Antriebs- und Fördertechnik

Stefan Kuppinger,

Lenze leitet Forschungsprojekt

In das auf drei Jahre angelegte Projekt „Intelligente Antriebs- und Steuerungstechnik für energieeffiziente Intralogistik“ (IASI) investiert der Antriebs- und Automatisierungsanbieter Lenze insgesamt 3 Millionen Euro.

Energieeffiziente Intralogistik: Im Warenlager steckt viel Optimierungspotenzial, das die Firma Lenze im Rahmen des Forschungsprojekts IASI erschließen will.

© Lenze SE

Im Rahmen des Spitzenclusters „it’s OWL“ (intelligente technische Systeme aus Ostwestfalen-Lippe) arbeitet Lenze gemeinsam mit Unternehmen des Maschinenbaus, Technologielieferanten sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Ziel ist den Innovationssprung von der Mechatronik zu Systemen mit Teilintelligenz voranzutreiben, die miteinander kooperieren und sich adaptiv an ihre Umgebung anpassen. Die Clusterpartner fokussieren dabei auf Effizienz, einfache Handhabbarkeit und Verlässlichkeit.

Das Projekt „Intelligente Antriebs- und Steuerungstechnik für energieeffiziente Intralogistik (IASI)“ greift viele dieser Aspekte mit dem Schwerpunkt auf Energie-Effizienz auf. „Über ‚it’s OWL’ investieren wir 3 Millionen Euro, um am Beispiel der Intralogistik energieeffiziente Lösungen zu schaffen“, sagt Frank Maier, Vorstandsmitglied bei Lenze. Weitere 1,2 Millionen Euro steuert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei.

Entwicklungspotenziale sieht Lenze in konsequent energieeffizient konstruierten und optimal aufeinander abgestimmten Systemen. Zu Beginn des Projekts analysieren die Projektpartner, was den Energieverbrauch in einem Warenlager beeinflusst und welche Potenziale sich bieten, mit elektrischen Antrieben, Steuerungen und variabler Bewegungs- beziehungsweise Prozessführungen den Energieverbrauch zu verringern. „Aus den Ergebnissen leiten wir die Eigenschaften für neue Komponenten und Systeme aber auch für Engineering-Werkzeuge ab, die im Projekt entwickelt werden“, erklärt Prof. Dr. Holger Borcherding, fachlicher Leiter des Bereichs Innovation bei Lenze.

In dem Innovationsprojekt arbeitet Lenze als Projektleiter mit drei Partnern zusammen: Die Firma Weidmüller Interface bringt ihr Know-how zur Energievernetzung und Planung von Automatisierungsanlagen ein. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird bei der Energieeffizienz-Analyse von Anlagen und Komponenten unterstützen, neue Technologien zur Bremsenergienutzung entwickeln sowie die Basistechnologie für echtzeitvernetzte, energieeffiziente Umrichter und die Grundlagen für Auslegungs- und Berechnungswerkzeuge liefern. Parallel dazu forscht das Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) an einem intelligenten Lastmanagement, das über statistische Auswertungen neue Prozessdaten liefert, um die Bewegungsabläufe im Warenlager adaptiv so zu beeinflussen, dass der Gesamtenergiebedarf sinkt. Die Neuentwicklungen aus IASI werden die folgenden drei Lenze-Säulen der Energieeinsparung ergänzen:

  • die Optimierung des Antriebsstrangs,
  • der Einsatz energieeffizienter Komponenten mit einem hohen Wirkungsgrad
  • und die Rückspeisung und Nutzung von Bremsenergie.

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