Industriegipfel

dpa | Andrea Gillhuber,

Deutsche Industrie sieht Scholz »kurzfristig in Bringschuld«

Nach dem Industriegipfel beim Kanzler macht die deutsche Industrie Druck. Es sei keine Zeit mehr zu verlieren.

Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), kommt zum Industriegipfel im Bundeskanzleramt. © Kay Nietfeld/dpa

Berlin (dpa) – Der Bundesverband der Deutschen Industrie erwartet von Bundeskanzler Olaf Scholz schnelle Ergebnisse zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts. »Der Bundeskanzler ist jetzt kurzfristig in der Bringschuld«, erklärte Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. »Es liegen viele Vorschläge auf dem Tisch. Wir messen die Bundesregierung an konkreten Entscheidungen und nicht an der Anzahl der Austauschformate.« Die deutsche Wirtschaft erwarte ein gemeinsames Regierungshandeln für mehr Wachstum. »Wir haben keine Zeit zu verlieren.«

Es sei gut, dass der Bundeskanzler die Stärkung des Industriestandards zur Chefsache mache, so Gönner. »Er ist als Regierungschef verantwortlich, ein gemeinsames Handeln der Regierung für mehr Wachstum und mehr Wettbewerbsfähigkeit zu entwickeln.« Der Gipfeltag sei allerdings ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. «Die angekündigte neue industriepolitische Agenda lässt weiter auf sich warten.»

BDI-Präsident Siegfried Russwurm hatte am Industriegipfel am Dienstag im Kanzleramt teilgenommen. Nach dem Treffen hatte Scholz dazu aufgerufen, gemeinsam einen »Pakt für die Industrie« zu schmieden. Regierungssprecher Steffen Hebestreit teilte mit, dass am 15. November ein weiteres Treffen in diesem Kreis stattfinden soll. Zuvor hatte die FDP von Finanzminister Christian Lindner einen eigenen Gipfel veranstaltet, zu dem auch der Mittelstand und das Handwerk eingeladen waren.

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