Sigmatek
Drives im Sixpack
Mit der Baureihe SDD 1000 baut Sigmatek sein Antriebstechnik-Programm für Mehrachs-Anwendungen aus. Wie passen die neuen Drives konkret ins Portfolio des österreichischen Automatisierungstechnik-Anbieters?
Mehr Performance und Dynamik, weniger Bauraum und das zu reduzierten Kosten – so lauten laut Alexander Melkus, Leiter Vertrieb und Markting bei Sigmatek, die Ansprüche, die Maschinenbauer und Robotik-Hersteller heute an die elektrische Antriebstechnik stellen. Hinzu komme, dass laut aktueller Statistiken im Maschinenbau aktuell im Durchschnitt sechs Antriebsachsen pro Applikation benötigt würden. Diese Anzahl wird Melkus zufolge weiter steigen – und zwar auf zehn elektronische Antriebe pro Maschine im Jahr 2016, wie eine Studie von Quest TechnoMarketing aus dem Jahr 2013 prognostiziert.
Auf diese Trends reagiert Sigmatek nun mit den kompakten Multiachs-Servodrives SDD 1000. Die Serie umfasst Drives mit drei, vier und sechs Antriebsreglern – jeweils in einem Gehäuse untergebracht. Die Abmessungen betragen jeweils rund 21 cm in der Breite, 22 cm in der Tiefe und – je nach Achszahl - 59 beziehungsweis 47 cm in der Höhe (6 Achsen / 4 Achsen). Die 6-Achs-Drive-Variante mit drei kleineren Achsen (10 A /20 A) und drei größeren Achsen (20 A /40 A), wie sie häufig in Roboter-Applikationen zu finden sind, ist erstmals auf der Messe zu sehen und ab Anfang 2015 verfügbar. Gleiches gilt für die Drei- und Vierachs-Antriebsregler.
Bis dato hat Sigmatek Mehrachs-Applikationen wie Roboter- und Handlinggeräte sowie Verpackungsmaschinen vor allem mit der 3-Achs-Ausführung der Dias-Drive-Reihe 300 abgedeckt. Mittelfristig werde diese durch die neue 1000er-Serie abgelöst, welche „nach dem neuesten Stand der Technik entwickelt wurde“, so Alexander Melkus. Eine echte Herausforderung für das Entwicklungsteam habe dabei unter anderem darin bestanden, die Antriebstechnik für sechs Motoren in die äußerst kompakte Form zu bringen - und zwar unter elektronischen und mechanischen Aspekten. Gelöst wurde die Aufgabe unter anderem dadurch, dass sich die sechs Antriebsregler sowohl das Gehäuse als auch Controller, Zwischenkreis und Kühlkörper teilen. Zudem fallen dadurch viele Stecker, Schrauben und Zwischenkreisverbindungen weg.
"Der Dias-Drive 1000 ist speziell für Applikationen konzipiert, bei denen die Achsen unterschiedlich groß dimensioniert und die Brems- und Beschleunigungsvorgänge der einzelnen Achsen zeitlich zueinander verschoben sind", antwortet Melkus auf die Frage nach dem durch die neuen Antriebe abgedeckten Leistungsbereich und ergänzt: "An dieser Stelle kommt der gemeinsame Zwischenkreis zum Tragen, der die rückgespeiste Energie der bremsenden Achsen im nächsten Moment für die schnelle Beschleunigung anderer Achsen nützt." Die Ausgangsnennleistung des Zwischenkreises gibt Sigmatek bei der 6-Achs-Version mit 14 kVA an.
Und wie geht es weiter in Richtung noch höherer Leistungen? Eine Frage, die sich aufdrängt, zumal Sigmatek bereits im letzten Jahr eine weitere Baureihe für ein Leistungsspektrum bis 80 kW angekündigt hat. Melkus hierzu: "Die Entwicklung diesbezüglich ist schon sehr weit fortgeschritten. Zusammen mit einigen Schlüsselkunden prüfen wir derzeit verschiedene Konzepte, um dieses Leistungsspektrum effizient abdecken zu können. Der finale Milestone zur Umsetzungsfreigabe ist auf Ende Dezember 2014 terminiert."










