Siemens auf der SPS
Bis zu zwölf Achsen auf einer Control Unit
Das Antriebssystem Sinamics S220 von Siemens baut auf ‚Sinamics S120‘ auf, macht aber mit der Regelungseinheit ‚CU320-3‘ und der Software-Version 6.6 einen Entwicklungssprung.
Das System ist integraler Bestandteil des ‚Siemens Xcelerator‘ Portfolios. Zentrales Element ist die neu entwickelte Regelungseinheit CU320-3. Bis zu zwölf Achsen lassen sich auf einer einzigen Control Unit betreiben. Der verbaute Multicore-Prozessor stellt dabei die erforderliche Rechenleistung zur Verfügung. Für die schnelle Datenübertragung sorgt das Drive-Cliq-Express-Interface mit einer Geschwindigkeit von 1 Gbit/s. Ein Testpulsverfahren mit drei Spannungssensoren je Achse erlaubt laut Hersteller eine geberlose Regelung mit nahezu Encoder-Qualität. Über die X128-Schnittstelle erfolgt eine hochfrequente Datenübertragung für Predictive Maintenance. Die Integration in das TIA Portal sowie die virtuelle Inbetriebnahme mit dem DriveSim Designer verbessern den Engineering-Workflow. Neue Assistenten und eine Undo-Funktion erleichtern die Bedienung. Das Smart Drive Interface ist als kompaktes Panel (SDI S220) direkt auf der CU320-3 oder als abgesetzte Variante (SDI Pro mit größerem Display und Webserver) verfügbar. Optional ermöglicht ein Smart WiFi-Adapter den flexiblen Fernzugriff.
Die neue Safety-Architektur verkürzt den Safety-Takt von 12 ms auf 4 ms. Automatische Hintergrundtests sorgen für einen unterbrechungsfreien Betrieb, während die offline parametrierbaren Safety-Funktionen das Engineering vereinfachen. Der Antrieb ist für alle Betriebszustände SIL 3-zertifiziert. Der Antrieb wurde im Rahmen eines abgesicherten Entwicklungsprozesses gemäß der Norm IEC 62443-4-1 entwickelt und zertifiziert durch den TÜV Süd. Das Antriebssystem verfügt über integrierte Sicherheitsfunktionen wie etwa Benutzer- und Zugriffskontrolle, verschlüsselte Antriebsdaten sowie Integritäts- und Authentifizierungsprüfungen für Firmware und Konfigurationsdaten.
Halle 11.0 Stand 1001










