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Artikel und Hintergründe zum Thema

ABB Deutschland

Günter Herkommer,

Das Geschäftsjahr 2014 - mehr Aufträge im Heimmarkt

Die deutsche ABB hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 bekannt gegeben. Das Fazit: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis waren rückläufig. Positiv hingegen ist der Blick auf die Auftragseingänge im Heimmarkt Deutschland.

Hans Georg Krabbe, seit 1. Januar neuer Vorstandsvorsitzender der deutschen ABB, sieht insbesondere bei den Themen Industrie 4.0, intelligente Gebäude und Energiewende Wachstumspotenziale für ABB.

© ABB

In Summe konnte ABB Deutschland im vergangenen Jahr einen Auftragseingang von 2,94 Mrd. Euro verbuchen. Das sind fünf Prozent weniger als der Vorjahreswert von 3,09 Mrd. Euro. Während die Basisaufträge (unter 15 Mio. US-Dollar) leicht im Plus lagen, gingen die Großaufträge (über 15 Mio. US-Dollar) zurück. Nimmt man nur die Aufträge im Heimmarkt, so steht zumindest hier ein Plus von 2,4 Prozent zu Buche. Auf Grund des niedrigeren Auftragsbestands zu Jahresbeginn sowie des insgesamt geringeren Auftragseingangs sank der Umsatz um vier Prozent und belief sich auf 3,22 Mrd. Euro gegenüber 3,37 Mrd. Euro im Jahr 2013. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) betrug 269 Mio. Euro und lag damit ebenfalls unter dem Vorjahr (332 Mio. Euro).

Die Entwicklungen in den ABB-Divisionen

Wie schon im Vorjahr zeigten die Geschäftseinheiten von ABB eine gemischte Entwicklung. Die Division Industrieautomation und Antriebe verzeichnete gegenüber dem starken Vorjahr einen um 15 Prozent geringeren Auftragseingang. Er lag bei 453 Mio. Euro gegenüber 530 Mio. Euro im Jahr 2013. Bedingt durch den guten Auftragsbestand lag der Umsatz über dem Vorjahreswert; er belief sich auf 504 Mio. Euro (2013: 446 Mio. Euro) - ein Plus von 13 Prozent.

Bei der Prozessautomation lag der Auftragseingang mit 396 Mio. Euro um neun Prozent unter dem Vorjahr (436 Mio. Euro). Hier machten sich ABB zufolge vor allem die Auswirkungen der Krise auf dem Schiffsmarkt bemerkbar. Fehlende Auftragseingänge aus den Jahren 2013 und 2014 ließen den Umsatz um elf Prozent von 484 Mio. Euro auf 431 Mio. Euro zurückgehen.

Positiv entwickelt hat sich hingegen die Division Niederspannungsprodukte. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz verzeichneten ein Plus von sechs Prozent. Der Auftragseingang belief sich auf 905 Mio. Euro (2013: 852 Mio. Euro), der Umsatz auf 908 Mio. Euro (2013: 859 Mio. Euro). Die weiterhin rückläufige Tendenz der Photovoltaik konnte durch die Wachstumsinitiativen im Maschinen- und Schaltanlagenbau sowie dem Gebäudesegment im Heimmarkt kompensiert werden.

Die Energietechnik-Produkte verzeichneten einen Auftragseingang von 766 Mio. Euro; gegenüber 774 Mio. Euro im Vorjahr ein leichter Rückgang. Der Umsatz fiel um elf Prozent und belief sich auf 740 Mio. Euro gegenüber 832 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Auftragseingang im Bereich Energietechnik-Systeme lag bei 444 Mio. Euro (2013: 530 Mio. Euro), das entspricht einem Minus von 16 Prozent. Der Umsatz sank ebenfalls um 16 Prozent von 788 Mio. Euro auf 664 Mio. Euro.

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